dfg - Ausgabe 15+16 - 14

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10158

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 15+16 - 14"

Verlagsmitteilung:

Die politisch weniger ereignisreiche Vor-Oster-Zeit 2014, die 16. Kalenderwoche, nutzen der MC.B Verlag und seine Redaktionen, um einige Tage in Form von Betriebsferien Kräfte zu tanken. Es erscheinen daher erst am 24. und 25. April 2014 die nächsten Ausgaben des „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ und von „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“.

Verlag und Redaktion sind in der Zeit vom 11.04.2014 - 21.04.2014 nur per Fax oder Mail erreichbar.

Gesetzliche Krankenversicherung:
MDKen raufen sich zusammen

(dfg 15+16 – 14) Große Probleme werden in kleinen Kungel-Runden geregelt. Sitzungen mit einer größeren Teilnehmerzahl sind meist nur noch zum Abnicken, weniger zum Diskutieren von Problemen vorgesehen. Doch um der demokratischen Legitimität willen muß man diese „Things“ ab- halten. Was für schwarz-rote Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst galt, gilt auch für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Über 60 Namen findet man auf der Teilnehmerliste des so genannten „Kooperationsrates“ der MDK-Gemeinschaft, der sich am 25. März 2014 in Berlin traf. Folgt man dem Protokoll, das der dfg-Redaktion vorliegt, so faßte das Gremium keine revolutionären Entscheidungen. Aber zumindest in drei überaus strittigen Punkten erzielte man Übereinkommen, mit denen alle beteiligten MDKen in der Zukunft leben und vor allem planen können. Auch wenn es manchem der Akteure schwer gefallen sein wird, er weiß nun, was künftig in Sachen politischer Positionierung, der angestrebten neuen MDK-Branchensoftware und bei der Weiterentwicklung der LKT Konsens ist.


Ersatzkassen:
Neue Rekorde: Ersatzkassen folgen im Geleitzug dem Erfolgskurs der TK

(dfg 15+16 – 14) Der Ersatzkassenverband vdek hatte am 3. April 2014 wieder einmal einen guten Grund zu jubeln. Zum Stichtag 1. März 2014 überschritten die sechs Kassen zum ersten Male in ihrer Geschichte die 20-Mill.-Mitgliederschwelle. Genau 20.016.253 Mitglieder standen an diesem Tag in den Statistiken, der Verband vereinigte zudem 26.284.691 Versicherte unter seinen Fahnen. Mit einem Marktanteil in der Gesetzlichen Krankenversicherung  (GKV) von 37,5 Prozent verweise man die Ortskrankenkassen auf den 2. Platz (34,6 Prozent), den dritten Rang nähmen die 108 BKKen mit 16,6 Prozent ein. Was die Verbandszentrale nicht herausposaunte, war die Tatsa-che, daß in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 alle sechs Ersatzkassen statistisch zu-legen konnten. Das Gesamtplus des vdek seit Jahresanfang 2014 lag bei netto 94.062 bei den Mit-gliedern und 139.919 bei den Versicherten.

Ärzte:
Hausärzte I: Wenn das „Bohren dicker Bretter“ seine Früchte trägt

(dfg 15+16 – 14) In den U.S.A. kennt man den Berufsstand der „Public Affairs-Berater“ (PA). In deutschsprachigen Ländern treiben nach herrschender Meinung „Lobbyisten“ ihr Unwesen. Die ge-meinsame Aufgabe: Durch ihr Wirken die Interessen ihrer Dienstherren oder Auftraggeber so gut zu vertreten, daß deren Ziele und Wünsche möglichst hinterher von den Beamten oder zuständi-gen Politikern 1:1 in Gesetzestexte umgemünzt werden. Erfolgreiche Interessensvertretung trägt allerdings oft genug erst nach langen Jahren der „Bearbeitung“ ihre Früchte. Denn für das „Bohren dicker Bretter benötigt man halt Zeit. Doch wenn man Erfolg hat, wundert sich meist der Wettbewerb. Das gilt vermutlich aktuell für den Kölner Deutschen Hausärzteverband (HÄV). Er scheint kurz vor dem Ziel seiner Wünsche zu stehen (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe) Neben den traditionell hausarztfreundlichen Sozialdemokraten verfügt er über einen frisch geouteten dicken Unions-Kumpel in der schwarz-roten Bundesregierung: CDU-Staatssekretär Karl-Josef Laumann (56).

Hausärzte II: Steht der „General Practitioner“ schon vor der Haustür!?

(dfg 15+16 – 14) An den Medizinischen Fakultäten ist der neue politische Trend noch nicht ange- kommen. Von einer intensiven Förderung der Allgemeinmedizin halten die Ordinarien wenig. Aber die bundesdeutschen Politiker scheinen erkannt zu haben, daß sie sich langsam etwas intensiver um die Bedingungen in der hausärztlichen Versorgung kümmern sollten. Und das nicht nur im so genannten ländlichen Raum. Noch fehlt ein bundeseinheitliches Förderungskonzept, man bosselt an Modellen und deren Umsetzung. Aber die Lippenbekenntnisse der politischen Akteure nehmen zu (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe). Daß diese Wortspenden den Funktionären des Deutschen Hausärzteverbandes (HÄV) nicht ausreichen, kann man verstehen. Das eigentliche HÄV-Ziel gab der Bayerische Landesvorsitzende, Dr. med. Dieter Geis (62), am 6. April 2014 in Nürnberg bekannt. Der Allgemeinmediziner aus Randersacker will erreichen, daß Deutschland auf ein hausarztzentriertes Primärarztsystem umschwenkt. Der „General Practitioner“ (GP) als „Gatekeeper“ für die ambulante und stationäre Versorgung läßt schön grüßen.

Krankenhäuser:
Qualität: Nicht nur dazu bekennen, sondern sie auch leben

(dfg 15+16 – 14) Die schwarz-rote Bundesregierung hat der Diskussion um die „Qualität“ im Gesundheitswesen neuen Schub verliehen. Dafür steht nicht nur das neue „Qualitätsinstitut“, das per Gesetzesbeschluß ab 2015 das Licht der Welt erblicken soll. Auch an anderen Orten wird man sich vermutlich um mehr Qualität bemühen müssen, nimmt man die vom Neo-Bundesgesundheits- minister Hermann Gröhe MdB (53) reichlich verteilten Wortspenden für bare Münze. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) dürfte die Zeichen der Zeit erkannt haben. Sie stellt sich offensiv der „Qualitätsoffensive“ der Bundesregierung entgegen. Denn ihrer Ansicht nach existieren in keinem anderen Leistungsbereich „so umfassende Initiativen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung“ wie im stationären Sektor. In einer ersten öffentlichen Veranstaltung will der Verband das am 9. Mai 2014 in Berlin demonstrieren und ein eigenes Konzept präsentieren. Auch die jungen A+S-Netzwerker haben sich bereits am 19. Januar 2014 mit dem so genannten „Problem“ beschäftigt und danach eigene, bemerkenswerte Thesen entwickelt. Im Gegen zu den Altvorderen verfügen die High Potentials und Nachwuchskräfte über einen anderen Blick, arbeiten sie doch Tag für Tag an der Front und nicht in den rückwärtigen Befehlsständen oder den Lackschuhabteilungen.

Gesetzliche Rentenversicherung:
Drama um rvDialog geht weiter

(dfg 15+16 – 14) Der politische Druck, der vom Bundesarbeitsministerium (BMAuS) auf das neu aufgestellte Direktorium der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) ausgeübt wird, muß immens sein. Doch das zum 1. April 2014 neu zusammengesetzte Dreier-Gremium dürfte an den Fakten nicht vorbeigehen können. Das Drama um die IT-Software „rvDialog“ dürfte um mehrere Akte erweitert werden und auch noch im Jahr 2015 die Gemüter erhitzen. Mittlerweile geben sich Unternehmensberater bei der Körperschaft die Klinke in die Hand. Denn so schnell ist mit weiteren Migrationsschritten nicht zu rechnen. Das geht aus neuesten Informationen hervor, die der dfg-Redaktion vorliegen.

BSG verschärft Befreiungstatbestände – Schwierige Zeiten für Versorgungswerke

(dfg 15+16 – 14) Arbeitgeber, die Angehörige der verkammerten Freien Berufe beschäftigen, müssen in Zukunft mehr denn je aufpassen, daß sie diese Arbeitnehmer in der korrekten Altersversor-gung versichern. Denn das Bundessozialgericht (BSG) setzte am 3. April 2014 seine restriktive Rechtsprechung hinsichtlich der Befreiungstatbestände gem. § 6 SGB VI nicht nur fort, sondern verschärfte sie noch. Zwar ging es in den drei Verfahren (Az.: B 5 RE 3, 9 und 13/14 R) „nur“ um so genannte „Syndikusanwälte“. Doch die Entscheidungen des 5. BSG-Senates fielen noch deutlicher aus als die am 31. Oktober 2012 vom 12. Senat gefällten Urteile (vgl. dfg 1 – 14, S. 8ff.). Für die berufsständischen Versorgungswerke könnten schwierige Zeiten anbrechen, sollte diese Art von Rechtsprechung zunehmen. Denn die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) achtet mehr und mehr darauf, daß bei fest angestellten Angehörigen der verkammerten Freien Berufe ihr die Rentenbeiträge zustehen und nicht in die Versorgungswerke wandern.

Personalia / Berliner Szene:

1. Vertragsverlängerung: AOK Nordost ist mit seinem Vorstand zufrieden
2. ANZAG: Dritter Chef innerhalb von neun Monaten gesucht

Veranstaltungsreihe: Netzwerken im "Haifischbecken Gesundheitswesen“
Eine Initiative der A+S-Redaktion für Nachwuchskräfte und High Potentials

Nur wenige andere Bereiche in der deutschen Wirtschaft erfordern ein solch großes Spezialwissen wie das deutsche Gesundheitswesen. Täglich werden Entscheidungen durch gesetzlich definierte Sperren blockiert, ist kaum noch ein Blick über den eigenen Tellerrand möglich. Das interdisziplinäre Fachgespräch bleibt auf der Strecke - das gilt vor allem für die Akteure im Krankenhausbereich. Die Auswirkungen sind bekannt: Man schmort im eigenen Saft. Wer sich in einem fachlichen Netzwerk befindet, versteht mehr, kann optimal entscheiden.

 

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