dfg - Ausgabe 27 - 14

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Artikel-Nr.: SW10174

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 27 - 14"

Gesetzliche Krankenversicherung:
Zusatzbeitrag 2015: AOK PLUS outet sich als erste

(dfg 27 – 14) In allen Schaltzentralen der 131 Krankenkassen brüten zur Zeit die Finanzexperten über den ersten Entwürfen für den Haushalt 2015. Gilt es doch, die Weichen für die Erhebung des künftigen Zusatzbeitrages ab 1. Januar 2015 zu stellen. Schließlich müssen die Körperschaften die gesetzlichen Vorgaben des FQWG umsetzen. Von der Höhe des Zusatzbeitrages kann schließlich das weitere Schicksal der Kasse „im Markt“ abhängen. Deshalb blickt so mancher auch intensiv, wenn nicht gar ängstlich auf die jeweiligen Wettbewerber. Denn bei manchen Granden der Gesetz-lichen Krankenversicherung (GKV) gilt der Spruch: „Wer zuerst zuckt, den erwischt es“. Wesentliche Impulse für die Festlegung der Höhe der Zusatzbeiträge dürften dabei von Dresden ausgehen.

BARMER GEK: Dank digitaler Alternativen bleibt „kein Stein auf dem anderen“

(dfg 27 – 14) Am 27. Juni 2014 war es soweit. Pünktlich wie versprochen stellte die Führungs-spitze von Deutschlands zweitgrößter Krankenkasse, der BARMER GEK, ihr neues „Gesamt-konzept Aufbruch“ ihren eigenen Managern vor, mit dem sich die Körperschaft den Anforderungen der Zukunft stellen will. Bis 2018 dürfte strukturell „kein Stein auf dem anderen bleiben“, wie es ein Funktionär der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unumwunden gegenüber der „Rheinischen Post“ eingestand. Dennoch stimmte nicht nur die Gewerkschaft, sondern auch der Verwaltungsrat dem Konzept zu. Den Verantwortlichen dürfte angesichts des nicht mehr leicht zu lenkenden Kassen-Super-Tankers auch nichts anderes übrig geblieben sein. Steuern BARMER GEK-Chef Dr. med. Christoph Straub (52) und seine Mannen jetzt nicht um, dann könnte man spätestens 2016 in mehr als unruhige Gewässer geraten.

Personalia:

1. AIM: Christian Zahn steigt zum Welt-Präsidenten auf
2. DGUV: Eine BG stellt die obersten Selbstverwalter
3. Wachwechsel bei HanseMerkur
4. Kammerwahlen I: Saarlands Ärztekammerführung bestätigt
5. Kammerwahlen II: Österreich setzt sich erfolgreich in Schwerin durch
6. Kammerwahlen III: Zwei Apothekenkammern bestätigen ihre Führungscrew
7. Logopäden beenden innverbandlichen „Krieg“
8. VdK mit neuem Bundesgeschäftsführer
9. Und dann war da noch …

Dokumentation:
Apotheke 2030: Mit ihrem neuen Leitbild wollen die Apotheker punkten

(dfg 27 – 14) Es gab einmal Zeiten, da wunderten sich die Akteure im bundes-deutschen Gesundheitswesen, warum die Apotheker „immer auf der Gewinnerseite“ waren, wenn nach Strukturreformen Bilanzen aufgestellt wurden. Diese Einschätzung hatte spätestens Ende 2012 keine Gültigkeit mehr als am 6. Dezember 2012 der Leipziger Offizinapotheker Friedemann Schmidt (49) das Amt des Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerver-bände (ABDA) von seinem Langzeitvorgänger Heinz-Günter Wolf (67) über-nahm. Der Niedersachse hatte sich zum Schluß lieber auf europäischem Terrain getummelt. Viele Probleme dürften unbearbeitet auf ihre Finalisierung in der Berliner ABDA-Zentrale in der Jägerstraße geharrt haben. Einige davon verschaffen sicherlich heute noch Schmidt und seiner verjüngten Mannschaft schlaflose Nächte.

Böse Zungen behaupteten, die Apothekerschaft habe buchstäblich die Zukunft verschlafen, sich bestimmten Basisstimmungen verschrieben und auch noch keinerlei Visionen für die Zukunft entwickelt. Nur so hätten Versandapotheken wie z.B. die holländische DocMorris N.V. überhaupt reüssieren können. Schmidt & Co. griffen die Kritik auf, nahmen die Gelegenheit beim Schopf und initiierten 2013 eine monatelange wie ausgiebige Debatte innerhalb des Berufsstandes um ein neues „Leitbild“. Jeder Approbierte bzw. in einer Offizin tätige Pharmazeut konnte sich bei dem zeitweilig quälenden Prozeß einbringen. Herausgekommen ist ein 30-Punkte-Programm mit dem Titel „Apotheke 2030 – Perspektiven zur pharmazeutischen Versorgung in Deutschland“. Mit dem Oeuvre wollen die Pharmazeuten wieder im Gesundheitswesen punkten, ihre Offizin und sich selbst wieder in den Mittelpunkt stellen, wenn es um die ambulante Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimittel geht. Naturgemäß finden sich in dem Papier einige Sprechblasen, Allgemeinplätzchen und Platitüden. Aber letztendlich ist es das klare Bekenntnis der Offizin-Apotheker, wie-der in ihrem angestammten berufspolitischen Bereich die Funktion des zukunftsgewandten Leithengstes und Vordenkers zu übernehmen und diese nicht mehr anderen überlassen zu wollen.

Dem konsensual entwickelten Papier versagte die ABDA-Mitgliederversamm-lung am 25. Juni 2014 in Berlin nicht ihren Segen. Das letzte Wort hat im Sep-tember 2014 der diesjährige Deutsche Apothekertag in München, der abschließend über die „Perspektiven“ zu entscheiden hat.

Wir dokumentieren das ABDA-Papier in der Fassung vom 25. Juni 2014 im vollen Wortlaut.

 

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