dfg - Ausgabe 36 - 15

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Artikel-Nr.: SW10248

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 36 - 15"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
GKV-Finanzen: Die frühzeitige Debatte schadet fast allen!

(dfg 36 – 15) Nicht immer vermögen es noch so findige PR-Strategen, plötzlich aufkeimende öffentliche Diskussionen im Keim zu ersticken. Noch Anfang Juni 2015 wiegelte CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (54) Befürchtungen des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) ab, daß die Zusatzbeiträge der 123 Krankenkassen ab 2016 auf breiter Front steigen würden. Spätestens seit das Düsseldorfer „Handelsblatt“ per Telefonumfrage herausfand, daß die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im II. Quartal 2015 ein Defizit in Höhe von rund 500 Mill. € „produziert“ hatte und dieses Ergebnis am 25. August 2015 verkündete, ist die Debatte um die Zukunft des bundesdeutschen Gesundheitswesens neu entbrannt. Die aufkeimenden Diskussionen nutzen all denen, die schon seit längerem einen radikalen Umbau der Krankenversicherungsstrukturen hin zu einer „Bürgerversicherung“ forderten. Vermutlich nicht jedoch den Leistungserbringern, die weiterhin auf höhere Honorare durch eine freigiebige Bundesregierung hofften.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Lösungen für Asylanten: Profis wie Dilettanten sind am Werk

(dfg 36 – 15) Europa kriegt die Flüchtlingsproblematik nicht in den Griff. Kräftig geschürt von den sensationshungrigen Medien kann der unbedarfte Bürger schnell zu der Auffassung gelangen, daß nur Dilettanten oder Unwillige am Werk sind. Das Bild „lenkt“ die öffentliche Meinung. Und weil die Stimmung bei der Bevölkerung der potentiellen Aufnahmestaaten extrem aufgeheizt ist, leiten manche Regierungen wie aktuell nicht nur Ungarn die Massen liebend gerne weiter. Deutschland erwartet 800.000 Neuzugänge – also einen Zuzug von rund 1 Prozent der Bevölkerung. Volkswirte und in eine bestimmte Richtung denkende Politiker können diese Entwicklung nur begrüßen. Verwaltungsexperten schlagen hingegen gekonnt die Hände über dem Kopf zusammen. Denn die willkommene Zuzugsquote hat ihre Licht- und Schattenseiten. Das gilt auch für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge und Asylanten, wie einige Beispiele aus der letzten Zeit beweisen.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Digitalisierung: Wer gewinnt das Innovations-Rennen?

(dfg 36 – 15) Man muß nur durch Deutschlands Einkaufsstraßen flanieren, dann spürt man nicht nur bei den Vertretern der nachwachsenden Generation die Folgen der zunehmenden Digitalisie- rung. Menschen ohne Smartphone oder Skype können schnell zu Outsidern denaturieren. Doch die Digitalisierung hat auch nicht vor der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) halt gemacht. Nicht nur aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit – auch die Versicherten fordern mehr und mehr die Einbindung mobiler Endgeräte und Online-Services, damit „ihre“ Kasse zu jeder sich denkenden Tages- und Nachtzeit für sie „da“ ist. Eine Körperschaft ohne aussagekräftige Website dürfte wohl ein no go darstellen. Doch IT-Services gehen ins Geld, die Entwicklung und Wartung der notwendigen Software verschlingt Unsummen. Nur noch wenige Körperschaften leisten sich den Luxus eines eigenen Systems. Dazu gehören u.a. die Techniker Krankenkasse (TK) und die KKH in Hannover. Den Rest des IT-Marktes schien sich in den letzten Jahren ein Duopol aufgeteilt zu haben. Nun stellen sich einige Kassenfürsten die Frage, ob sie vor Jahren auf die richtige Seite gewechselt waren. Denn es könnte den Anschein haben, daß einer der beiden Wett-bewerber sich anschickt, den anderen technologisch zu überholen. Es bleibt abzuwarten, welche Marktentwicklungen es in naher Zukunft zu registrieren gilt.

Personalia / Berliner Szene:

1. Wanka lockt neuen BIG-Chef aus dem Ausland zurück
2. Asklepios-Konzern steht vor Wechsel des Medizinischen Direktors
3. UKSH entscheidet über neue Führungskräfte
4. Universitätsklinikum Essen: Nagel geht, Werner lockte man aus Marburg
5. Albertinen-Diakoniewerk führt neuen Vorstandsvorsitzenden ein
6. Agaplesion beruft Ärztin zur Geschäftsführerin in Kassel
7. BVHI entscheidet sich für Geschäftsführenden Vorsitzenden

Terminankündigung:
Einladung zum 6. A+S-Netzwerkertreffen im „Haifischbecken Gesundheitswesen“

(dfg 36 – 15) Nur wenige andere Bereiche in der deutschen Wirtschaft erfordern ein derartiges großes Spezialwissen wie das deutsche Gesundheitswesen. Täglich blockieren gesetzlich definierte Hürden wichtige Entscheidungen, ist kaum noch ein Blick über den eigenen Tellerrand möglich. Die Auswirkungen sind bekannt: Man schmort im eigenen Saft. Wer sich in einem fachlichen Netzwerk befindet, versteht mehr, kann optimal entscheiden.

Nach den positiven Resonanzen auf die ersten fünf Meetings wollen wir zusammen das beste-hende Netzwerk aus interessanten Persönlichkeiten weiter vergrößern und etablieren. Dazu haben wir uns der Hilfe des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes "A+S aktuell - Ambulant und Sta-tionär aktuell" versichert. Für den sechsten Workshop am 17. und 18. September 2015 zieht es uns nach Berlin.

Das Netzwerktreffen wird durch Diskussionen über die aktuelle Gesundheitspolitik dominiert sein. Wir thematisieren gemeinsam konkrete Probleme und wollen innovative wie interdisziplinäre Konzepte für den deutschen Krankenhausmarkt erarbeiten. Dabei rückt insbesondere der Konflikt zwischen politischen Wünschen und den Grenzen der praktischen Umsetzung an der „vordersten Front“ in den Focus. Am Abend des 17. September wird Prof. Josef Hecken (G-BA) als Nähkästchen-Gast dabei sein. Am Morgen des 18. September referiert der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Dr. med. Andreas Köhler.

Wann: Donnerstag, 17. September: ab 18:00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen und Freitag, 18. September: 10.00 - 14.00 Uhr.

 

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