dfg - Ausgabe 23 - 16

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10293

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 23 - 16"

Kurz vor Redaktionsschluß:
IKK classic wird ab sofort von Allein-Vorstand geführt

(dfg 23 – 16) Normalerweise verlaufen Sitzungen von Selbstverwaltungsgremien in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in genau abgezirkelten, weil vorgeplanten Bahnen. Normalerweise. Doch die 23. Zusammenkunft in der laufenden Legislaturperiode des Verwaltungsrates von Deutschlands größter Innungskrankenkasse, der IKK classic, endete am 6. Juni 2016 in einem Hotel am Berliner Alexanderplatz mit einem personellen Paukenschlag. Die Nr. 6 der GKV-Branche wird ab sofort von einem Allein-Vorstand geführt. Und der heißt Frank Hippler (52), bisher stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Körperschaft. Laut einer ersten telefonischen offiziellen Mitteilung aus Dresden am Morgen des 7. Juni 2016 gehören der seit 2010 amtierende Kassenchef Gerd Ludwig (57) und das dritte Vorstandsmitglied Albrecht Mayer (54) „dem Vorstand nicht mehr an“.

Verlagsmitteilung:
dfg Award® 2016: Die „Gesundheits-Oscars 2016“ sind vergeben

(dfg 23 – 16) Am Abend des 2. Juni 2016 war es soweit: Die Spannung löste sich spürbar: Rund 230 Gäste erlebten eine festliche wie (be-)rauschende Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2016 im Großen Ballsaal des Hamburger Grand Elysée Hotel. Mit einer unterhaltsamen wie anregenden Moderation führte der Bayreuther Moderator Prof. Dr. rer. pol. Volker Ulrich (56) durch das Programm – dank seiner straffen Führung vergingen die Stunden für alle Teilnehmer wie im Fluge. Das bundesdeutsche Gesundheitswesen feierte zum achten Male die Träger der „Gesundheits-Oscars“. Vor den vielen Prominenten und Entscheidungsträgern aus allen Sektoren öffneten die Laudatoren dann die versiegelten Umschläge, die der Berliner Notar bis dahin verwahrt hatte. Sie verlasen die Namen der Gewinner in den fünf Kategorien. Die Repräsentanten der 25 Nominees hatten bis dahin gefiebert, ob die für sie von den Leserinnen und Lesern der beiden Hintergrund-dienste „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ sowie „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“ abgegebenen Voten ausreichten, um „Sieger“ zu werden. Denn je Kategorie kann bekanntlich nur ein Nominee den Branchenpreis des Gesundheitswesens erhalten. Die Veranstaltung, wurde im Jahr 2016 nachhaltig unterstützt von der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) in Koblenz, der Berliner spectrumK GmbH, der HMM Deutschland GmbH in Moers und dem in Essen basierten Portal „gkv-vernetzt.de“.

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Welche Strukturen muß die Kasse der Zukunft haben!?

(dfg 23 – 16) Es ist eine bekannte Tatsache, daß Politiker jeglicher Couleur nicht immer auf ihre internen wie externen Berater hören, sondern kompromißlos ihren eigenen Weg beschreiten. Daß die Auswirkungen dann Jahre oder Jahrzehnte verheerende Folgen haben, steht dann auf einem anderen Blatt der Geschichtsbücher. Nur noch wenige Kenner der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können sich an die ständig wiederkehrenden Mahnungen des ehemaligen Präsidenten des Bundesversicherungsamtes (BVA), Dr. iur. Rainer Daubenbüchel (73), erinnern: „Je grösser eine Kasse wird, umso schwerer ist sie zu lenken“. Aufgrund seiner fast zwei Jahrzehnte andauernden Bonner Erfahrungen warnte der Jurist vor immer größeren Zusammenschlüssen, vor den „Super-Tankern“. Im seinerzeit SPD-geführten Bundesgesundheitsministerium (BMG) sah man es völlig anders. Der Ruf aus dem Rheinland verhallte nicht nur bei Ministerin Ulla Schmidt MdB (67), ihrem Abteilungsleiter Franz Knieps (59) oder beim SPD-Gesundheitsökonomen Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach MdB (53), sondern auch bei Unternehmensberatern. So befürwortete jüngst sogar die renommierte BDO AG verbal in einer dürren Kundenwerbestudie das Kassensterben aus ökonomischen Gründen. Daß aber viele der „Super-Tanker“ der GKV aktu-ell kaum dem vorgegebenen Kurs folgen können, dürfte wohl kaum bei diesen selbst ernannten Experten angekommen sein.

Gesetzliche Krankenversicherung / Europa:
„Mystery Shopping“ – Eine übertragbare Idee!?

(dfg 23 – 16) Nicht nur in Deutschland beklagen Politiker und Wissenschaftler gewisse „Fehlent-wicklungen“ in den jeweiligen Gesundheitssystemen. Denn so mancher Leistungserbringer versucht bekanntlich auf allen nur erdenklichen Wegen, seinen persönlichen Vorteil aus dem „Manna“ zu ziehen, das sich aus Entgelten und Honoraren der Sozialversicherungsträger erzielen läßt. Mögen sich die Diagnosen auch ähneln, bei der „Therapie“, diese zu bekämpfen, ist man sich in Europa nicht immer einig. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ging kürzlich einen recht ungewöhnlichen Weg. In Wien beschloß man als Körperschaft eine „Richtlinie“ zur Bekämpfung des Sozialmißbrauchs. Oder besser gesagt Vorschriften für die Durchführung, Dokumentation und Qualitätssicherung für die Einführung von „Mystery Shopping“. Genauer ge- sagt, man schickt „Testpatienten“ los, um die „Zustände“ z.B. in Arztpraxen zu überprüfen. Erleichtert werden diese Maßnahmen durch eine zuvor beschlossene Änderung von Gesetzesvorschrif-ten. Da die österreichischen Ärzteverbände und -Kammern bereits Sturm gegen die Richtlinie laufen und sogar Klagen vorbereiten, wähnen sich die Träger auf der sicheren Seite. Vor allem nach den ersten, vorliegenden Ergebnissen aus der Hauptstadt des Nachbarlandes. Man scheint in ein regelrechtes Wespennest gestoßen zu haben.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Gesundheits-Apps: Gröhe will moderierend Dampf machen

(dfg 23 – 16) Die Digitalisierung der Bevölkerung schreitet ungehemmt voran. Und schon gibt es warnende Stimmen, die vor einer weiteren Verbreitung von so genannten „Gesundheits-Apps“ war- nen. Vor allem Mediziner sehen ihre Felle davonschwimmen, wenn sich Patienten künftig mehr und mehr auf anderen Wegen über ihre Krankheiten informieren als in den Praxen und Stationen. Vor allem, wenn die Apps nicht von ihnen stammen, fürchten sie um die Qualität der Inhalte. CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (55) setzte sich am 5. Juni 2016 offiziell an die Spitze der Bewegung. Im Vorfeld einer EU-Gesundheitsministerkonferenz forderte er europaweit einheitliche Qualitäts- und Datenschutzstandards für Gesundheits-Apps. „Wir brauchen Qualitäts-standards für Gesundheits-Apps, auf die sich alle verlassen können“. Was nur wenige wußten: Der Niederrheiner hatte Repräsentanten aus dem Gesundheitswesen bereits am 26. Mai 2016 zu einem vom Minister so geliebten „moderierten Diskussionskreis“ am 20. Juni 2016 eingeladen. In der Berliner Friedrichstraße soll offen zum Thema „Chancen für die Versorgung und Wirtschaft: Start-Ups, neue Anwendungen und Marktzugänge in die GKV“ gesprochen werden.

Personalia:
1. ITSC trennt sich von Geschäftsführer

 

Hersteller-Beschreibung "MC.B Verlag GmbH"

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