Diese Woche im dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik - Ausgabe 38 - 22

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Sofern es zu Abbrüchen bei Verkaufstransaktionen auf unserer Bestellseite kommt, bitten wir Sie sich in diesen Fällen direkt an den Geschäftsührer Herrn Wolfgang G. Lange unter 0172 - 2500324 zu wenden.

Kurz vor Redaktionsschluß:
PKV-Verband: Kommt der Verbandsvorsitzende ab 2023 vom Deutschen Eck?

(dfg 38 – 22) In der Verbandszentrale des in Köln domizilierenden PKV-Verbandes sucht man anscheinend händeringend nach einem Termin für eine herbstliche Sondersitzung des Hauptausschusses des Zusammenschlusses der PKV-Unternehmen in Deutschland. Die 22 von der PKV-Mitgliederversammlung gewählten und kooptierten Mandatare des innerverbandlich einflußreichen Gremiums sollen in Präsenz darüber entscheiden, wer ab dem 1. Januar 2023 den Verband als neuer Vorstandsvorsitzender führen soll. Laut den Statuten muß es ein hauptamtlich agierendes Vorstandsmitglied eines Unternehmens sein. Und da seit kurzem bekannt ist, daß sich der seit dem 1. Juli 2019 amtierende PKV-Verbandschef Dr. iur. Ralf Kantak (62) am 31. Dezember 2022 in den Ruhestand verabschiedet, besteht Handlungsbedarf. Bisher soll laut Branchengerüchten nur ein Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen haben. Der Verband selbst wollte sich gegenüber der dfg-Redaktion wegen eines „laufenden Verfahrens“ nicht äußern.

Gesundheits- und Sozialpolitik / Ärzte:
Ambulante Leistungen: Wissenschaftler-Konzept könnte Vertragsärzte stärken

(dfg 38 - 22) Zu Hauf gab es in den letzten Jahrzehnten wissenschaftliche wie politische Vorschläge zur Überwindung der Sektorengrenzen im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Meist scheiterten sie am Widerstand der mächtigen Krankenhaus-Lobby. Insoweit horcht man auf, wenn sich das in Düsseldorf domizilierende Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) – das an der langen Lei-ne der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) baumelt –mit vier weiteren Partnern an einem, vom Innovationsfonds geförderten, wissenschaftlichen Projekt zur „Stärkung der sektorengleichen Versorgung“ beteiligt. Am 20. September 2022 legte die Gruppe ihre Vorschläge für ein „sektoren-gleiches Vergütungssystem“ vor. Vertragsärzte könnten jubilieren, denn die Honorarsätze für spe-zifische ambulante Leistungen steigen dadurch. Andererseits, die Niedergelassenen dürften den nicht durch den herrschenden Personalmangel belasteten Kliniken „Peanuts“-Fälle vom Halse halten. Allerdings besteht die Gefahr, daß sich die (internationalen) „Heuschrecken“ mit ihren Konglomeraten fachärztlich orientierter Medizinischer Versorgungszentren (MVZen) auf diesen lukrativen Bereich stürzen. Das Nachsehen hätten dann die von Medizinern betriebenen Praxen.

Wir dokumentieren die Kurzfassung der Projekt-Ergebnisse im vollen Wortlaut.

Heilberufe:
apobank: Die Folgen der geheimnisumwitterten BCG-Connection

(dfg 38 – 22) Wer im 21. Jahrhundert von „Transparenz“ und gekonnter Kommunikation mit der Öffentlichkeit wenig hält, der darf sich nicht wundern, wenn das „Täuschen, Tricksen und Tarnen“ mißlingt und im Krisenfall immer mehr sensible Details an die Medien durchsickern. Seit Monaten ist das bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apobank) in Düsseldorf der Fall. Auch der Neo-Vorstandsvorsitzende Matthias Schellenberg (57) igelte sich seit seinem Amtsantritt am 1. März 2022 in der Zentrale des Kreditinstitutes ein und versuchte damit offenbar, seine internen Machtkämpfe vor neugierigen Augen und Ohren zu verbergen. Das rächt sich jetzt! Seit dem Abend des 12. September 2022 steht er selbst am Pranger. Da berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (F.A.Z.) in ihrer online-Ausgabe über die anscheinend „wahren Gründe“ der Zerwürfnisse im apobank-Vorstand, die zum Ausscheiden von zwei Vorstandsmitgliedern führten (vgl. dfg 37 – 22, S. 16). Liest man den F.A.Z.-Beitrag richtig und folgt den darauf folgenden Berichten in den Finanzmedien, dann wird man den Eindruck nicht los, daß der frühere europäische Finanzstatthalter der Al Thani-Herrscherfamilie von Katar durch eine „lange Leine“ des Düsseldorfer Ablegers des U.S.-Beratungsunternehmens The Boston Consulting Group (BCG) geführt wird. Das würde bedeuten: Schellenberg ist nicht in allen seinen unternehmerischen Entscheidungen frei. In einem von der Bank in Auftrag gegebenen Gutachten wird das jedoch bestritten. Andererseits, es soll zusätzlich schon Anzeigen aus der Arbeitnehmerschaft gegen den Neo-Vorstandsvorsitzenden bei der Staatsanwaltschaft geben. Mit den Vorgängen dürfte sich auch der 120-köpfige „Beirat“ der Bank bei seiner Sitzung am 23. September 2022 in Düsseldorf beschäftigen.

Personalia / Berliner Szene:

1. Großbritannien: Gesundheitsministerin rückt zur stellvertretenden Regierungschefin auf
2. Regierungsberater von Lauterbachs Gnaden
3. Lagerwechsel und „Hauslösung“: BARMER plant Personalcoups
4. HÄV: Weigeldt gab das Ruder an neues Vorstandsteam ab
 
Verlagsmitteilung I:
In eigener Sache: dfg-Preise und Vertriebsstrukturen wurden angepaßt
 
(dfg 38 – 22) Die MC.B Verlag GmbH, die seit 2000 den wöchentlich erscheinenden gesundheitspolitischen Hintergrunddienst „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ herausgibt, ist seit dieser Zeit sehr auf Preisstabilität bedacht. Doch irgendwann sind auch die attraktivsten Bedingungen nicht mehr zu halten, wenn durch exogene Faktoren die Kosten beständig steigen. Nicht nur die Folgen der Corona-Pandemie und die dadurch ausgelöste Lieferketten-Problematik, sondern auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges ließen die Kosten für Druckleistungen erheb-lich steigen. Die Verlagsleitung entschied daher mit großem Bedauern, ab dem 1. Mai 2022 für Neukunden des „dfg“ die Bezugsgebühren für die wöchentliche Printausgabe um monatlich 5,50 € netto zu erhöhen. Für Bestandskunden gelten diese neuen Preise in tradierter Weise erst mit Wirkung zum 1. Januar 2023 (vgl. zuletzt dfg 37 – 21, S. 12).
 
Der nun für alle Bezieher*innen geltende Preis für ein Jahresabonnement ist dem wöchentlichen Impressum des „dfg“ bzw. den Bestellformularen zu entnehmen. Die zunehmende Digitalisierung nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft nahm der Verlag bereits schon 2020 zum Anlaß, seine digitalen Angebote und Vertriebsbedingungen grundlegend zu ändern. Der „dfg“ soll noch schneller und digitaler bei den Leserinnen und Lesern ankommen. Der Modernisierungsprozeß kann allerdings nicht ohne vertragsinhaltliche Veränderungen von statten gehen. Gerne informiert der Verlag über die jeweiligen Bedingungen. 
 
Verlagsmitteilung II:
Wenn Sie diese Ausgabe bestellen möchten, dann wenden Sie sich bitte per Mail an
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