Diese Woche im dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik - Ausgabe 50 - 2019

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Kurz vor Redaktionsschluß:
AOK Baden-Württemberg: Rätselraten um Hermann-Stellvertreter!

(dfg 50 – 19) In diesem Jahrtausend gestalteten sich bei der AOK Baden-Württemberg die diversen Vorstands-Revirements in der Regel in geregelter Form und ohne großes Getöse. Ähnliches dürfte wohl auch für den Jahreswechsel 2019/2020 geplant gewesen sein. Seit längerem war bekannt, daß sich der seit Oktober 2011 amtierende Vorstandsvorsitzende von Deutschlands zweitgrößter Ortskrankenkasse, Dr. iur. Christopher Hermann (64), zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand verabschieden werde. Bereits am 15. Februar 2019 berief der Verwaltungsrat der Körperschaft mit Johannes Bauernfeind (53) einen aus den eigenen Reihen stammenden Nachfolger (vgl. dfg 8 – 19, S. 13). Doch der gleitende Übergang dürfte aktuell heftig gestört worden sein. Der Kasse ist ihr bisheriger stellvertretender Vorstandsvorsitzender irgendwie „abhanden“ gekommen. Über die möglichen Gründe wispert man nur im so genannten „grünen Lager“. Eine offizielle Bestätigung durch die Pressestelle lag der dfg-Redaktion bis zum Redaktionsschluß dieser dfg-Ausgabe nicht vor. Der Körperschaft droht ein veritabler PR-GAU.

Gesetzliche Krankenversicherung:
KV45: Die freigiebig verteilten politischen „Zückerle“ nagen bereits

(dfg 50 – 19) Die beiden schwarz-roten Großen Koalitionen (GroKo) verteilten in den letzten sechs Jahren freigiebig politische „Zückerle“. Und die dadurch bedingten Erhöhungen von Honoraren und Erträgen der Leistungserbringer nagen bereits an den Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bei einigen der 109 noch existierenden Krankenkassen dürften die Bilanzen für die ersten neun Monate des Jahres 2019 bereits tiefrot gefärbt gewesen sein. Ähnliches gilt für die Finanzergebnisse von vier der sechs Kassenarten zum Stichtag 30. September 2019. Und auch beim Gesundheitsfonds näherten sich die Bestände der aktuell geltenden Mindestreserve. Das geht aus der traditionellen Statistik gem. Formblatt 45 hervor, die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 6. Dezember 2019 für die ersten drei Quartale 2019 vorlegte.

Ärzte:
Geheimniskrämerei um die Arbeit der KOMV-Kommission?

(dfg 50 – 19) Schneller als damals erwartet setzte CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB (39) bereits am 20. Juni 2018 die im schwarz-roten Koalitionsvertrag vereinbarte „Wissenschaftliche Kommission für ein modernes Vergütungssystem“ (KOMV-Kommission) ein. Dreizehn Wissenschaftler sollten über eine mögliche „Angleichung“ der ärztlichen Honorarsysteme für die Gesetzliche wie Private Krankenversicherung (GKV/PKV) sinnieren und unter Umständen Reformperspektiven vorlegen (vgl. dfg 25 – 18, S 2ff.). Seitdem ruht still der See. Über die Arbeiten des Gremiums drang nicht ein Mucks nach draußen. Nur zwei parlamentarische Anfragen der FDP-Bundestagsfraktion (vgl. zuletzt dfg 33+34 – 19, S. 2ff.) brachten etwas Licht in die Geheimniskrämerei des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Die Letztere brauchte zudem mehr als einen Monat, um an die Öffentlichkeit zu gelangen.

eHealth:
ADA-App: TK besiegelt vermutlich das Aus in Deutschland

(dfg 50 – 19) Lange Zeit galt die „ADA-App“ der Berliner ADA Health GmbH als eines der „Leuchtturm“-Projekte im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Am 11. Oktober 2019 erschütterte jedoch eine kapitale Datenschutz-Affaire die Firma des Vorstandsvorsitzenden des vor kurzem gegründeten Branchenverbandes „Spitzenverband digitale Gesundheitsversorgung“, Daniel Nathrath (vgl. dfg 43 – 19, S. 7ff.). Der Karlsruher IT-Experte und Sicherheitsforscher Mike Kuketz (36) hatte festgestellt, daß das 2011 gegründete Unternehmen via der Gesundheitsapp Ada Nutzereingaben an die Trackingdienste Amplitude und Facebook übermittelt hatte. Darunter waren auch eingegebene Symptome. Am 5. Dezember 2019 wurde nun – nicht überraschend – bekannt: Die Techniker Krankenkasse stellt die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Gesundheitsapp, der Ada Health GmbH, ein. Das geht aus einer Mitteilung von Deutschlands größter Kasse gegenüber der dfg-Redaktion vom gleichen Tage hervor. Nicht nur Teile der bundesdeutschen Ärzteschaft, auch Datenschützer dürften von der Entscheidung begeistert sein.

Gesundheitswirtschaft:
Z-MVZ: Der Wettlauf um die Marktführerschaft hält an

(dfg 50 – 19) Die führenden zahnärztlichen Berufspolitiker hadern noch immer mit dem zunehmenden Einfluß von Private Equity-Gesellschaften (PEGen), seien es (inter-)nationale „Heuschrecken oder Family Offices (FO), auf zahnärztliche Medizinische Versorgungszentren (Z-MVZ). Verhindern können sie die Aufkaufaktionen nicht. Inzwischen kristallisiert sich heraus, daß zwei PEGen sich einen veritablen Wettlauf um die Marktführerschaft bei den Z-MVZ liefern. Und zwar die neuerdings unter französischem „Heuschrecken“-Einfluß stehende zahneins-Gruppe in Hamburg (vgl. dfg 47 – 19, S. 9f.). Und die zum deutsch-schweizerischen FO der Jacobs-Familie zuzurechnende Münsteraner Colosseum Dental Deutschland GmbH. Aktuell dürften die Westfalen die Nase vorn haben.

Der Pflegeheim-Markt bleibt in Bewegung

(dfg 50 – 19) Der bundesdeutsche Markt für stationäre Pflege und Wohnen bleibt weiter in Bewegung. Das geht aus neuesten Meldungen nicht nur des Bundeskartellamtes (BKartA) hervor. Fast täglich wechseln Heime den Besitzer oder aber deren Immobilien. So wurde z.B. am 9. Dezember 2019 bekannt, daß der offene Immobilienfonds Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working mit Sitz im hessischen Heusenstamm eine Demenz-Seniorenresidenz in Berlin-Zehlendorf erworben habe. Die Asset Manager der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft GmbH erweiterten damit ihr Portefeuille auf 21 Pflege-Immobilien. Wenige Kilometer weiter, in Hanau, dürfte jedoch ein interessanter Betreiber-Deal vollzogen worden sein. Beteiligt war wieder einmal eine europäische Private Equity-Gesellschaft (PEG).

Personalia / Berliner Szene:

1. VIACTIV: Wachwechsel im Vorstand
2. Vivantes: Personalkarussell erzwingt Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz
3. Vorsitzendenwechsel bei der HKG

Verlagsmitteilung:
Save-the-Date: Die „dfg Awards®“ werden 2020 zum 12. Male vergeben

(dfg 50 – 19) Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Doch die Planungen für die Vergabe der im Gesundheitswesen begehrten „dfg Awards®“ im Jahr 2020 laufen bereits auf Hochtouren. Denn die Gala zur Vergabe der Auszeichnungen am Donnerstag, den 18. Juni 2020, wird die 12. ihrer Art sein. Die Veranstaltung findet wieder in den bekannten Räumen des Hamburger Hotels Grand Elyseé statt. Auch in diesem Jahre sehen die weit fortgeschrittenen Planungen der Organisatoren gewisse Änderungen nicht nur beim Ablauf des Vergabe-Verfahrens, sondern vor allem für diesen festlichen Abend vor. Bereits in der kommenden Woche soll die erste Ausschreibung erfolgen. Ein „Save-the-Date“-Hinweis finden Sie als Beileger schon in dieser dfg-Ausgabe.


Verlagsmitteilung :
Die Bilder vom dfg - Award 2019 am 13. Juni 2019 in Hamburg stehen nunmehr zum kostenfreien Download unter folgendem Link bereit.

http://frische-fotografie.de/galerie/dfgAward2019


Verlagsmitteilung:
Terminvorankündigungen für 2020

(dfg 50 – 19) Aus gegebenem Anlaß und aufgrund mehrerer Anfragen teilt die MC.B Verlag GmbH die für die Zukunft von ihr geplanten bzw. betreuten Veranstaltungen mit:

-    18. Juni 2020 in Hamburg:
12. Gala zur Verleihung der Branchenpreise des Gesundheitswesens, der „dfg Awards® 2020“

- 15. A+S-Netzwerktreffen findet vom 6. auf den 7. Februar 2020 in Leipzig


Verlagsmitteilung:

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