dfg - Ausgabe 26 - 14

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10173

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 26 - 14"

Gesetzliche Krankenversicherung:
Wachstum I: Leichte Belebung auf der GKV-Fusionsautobahn!?

(dfg 26 – 14) Angesichts prall gefüllter Portemonnaies von großen Teilen der 132 bundesdeutschen Krankenkassen gingen viele Insider vor allem in Politik und Medien davon aus, daß das Fusionsgeschäft innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2014 fast gänzlich zum Erliegen gekommen sei. Doch so mancher GKV-Grande dürfte über einen zeitlich weiteren Fokus verfügen als auf kurzfristig erzielbare Erfolge erpichte Politiker. Denn so mancher Kassenchef dürfte schon heute mit bangen Blicken auf die aktuelle Ausgabenentwicklung 2014 schauen (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe) und mit noch mehr Furcht in den Augen auf die Jahre 2015 und später. Dann dürfte eher, auch von der Politik dank neuer Zusatzbeiträge und ihrer „Richtbeilqualität“ so gewollt und befördert, das Fusionsgeschehen wieder zunehmen. Trotzdem: Schon jetzt herrscht wieder leichter Verkehr auf der GKV-Fusionsautobahn. Von einem aktuellen Vorhaben, das am 23. Juni 2014 bekannt wurde, spricht bereits die gesamte Branche, weil es kassenartenübergreifend weitreichende Folgen haben könnte.

Wachstum II: Allein erfreut man sich auch an Zuwächsen

(dfg 26 – 14) Um seine Marktposition zu festigen, bedarf es in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht immer Fusionen. Auch aus eigener Kraft kann man kräftig wachsen und im „Markt“ reüssieren. Das belegen die aktuellen Mitglieder- und Versichertenstatistiken des Ersatzkassenverbandes vdek zum 1. Juni 2014, die der dfg-Redaktion vorliegen. Der vdek gewann da- nach in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 netto über 261.000 Versicherte bzw. netto über 193.500 Mitglieder. Bei fünf der sechs vdek-Schwestern sind die Bilanzen tiefschwarz gefärbt.

KV45: Die Folgen der Politik der letzten Zeit werden sichtbar

(dfg 26 – 14) Déjà vu nennt man Erlebnisse, die man schon einmal erlebt zu haben glaubt. Zu dieser Art von „Erlebnissen“ gehören wohl auch die Zahlen zur finanziellen Entwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 19. Juni 2014 präsentieren mußte. Die so genannten KV45-Fakten für das I. Quartal 2014 belegen, daß man in Deutschland wieder einmal bei der Lieblingsbilanzfarbe für einen Sozialversicherungszweig angekommen ist – nämlich der roten Farbe. Laut BMG fuhr der Gesundheitsfonds in den ersten drei Monates des Jahres 2014 über 2,4 Mrd. € Verlust ein.

Personalia:
1. Wachwechsel beim BPI

Dokumentation:
Gesundheitsweise dringen auf schnelle Lösungen für den Ländlichen Raum

(dfg 26 – 14) Wenn man absolut bösgläubig wäre, dann müßte man nach der Lektüre des neuesten Gutachtens des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVRat Gesundheit) auf den Gedanken kommen, daß entweder die Vertragsärzteschaft oder die Gemeinsame Selbstverwaltung in den letzten Jahren angesichts der sich abzeichnenden Probleme bei der Gesundheitsversorgung im Ländlichen Raum blind war und versagt hat. Oder aber die anhaltenden Verteilungskämpfe im bundesdeutschen Gesundheitswesen verbauten auch den Politikern den Blick darauf, welche Gesundheits-Gefahren durch den demographischen Wandel drohen.

Wie dem auch sei: Auf 629 Seiten, die Kurzfassung verfügt noch über 189 Seiten, Listen die Gesundheitsweisen unter dem Titel „Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche“ nicht nur die bestehenden oder kommenden Defizite auf, sondern sprechen dezidiert „Empfehlungen“ aus. Diese allein nehmen im Band 12 Seiten ein. Ein Konvolut von Einschätzungen und Vorschlägen, die es in sich haben. Folgen CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (53) und die führenden Politiker der Großen Koalition auch nur einem Teil der Experten-Voten, so könnten in absehbarer Zeit viele verkrustete Strukturen im Gesundheitswesen aufgebrochen sein. Allein die Länder via Übertragung des Sicherstellungsauftrages in die Verantwortung für die sich abzeichnende Mangelversorgung zu ziehen, hätte etwas für sich.

Nicht alles, was die Weisen vorschlagen, ist hingegen brandneu. Die Ratsidee der „Lokalen Gesundheitszentren zur Primär- und Langzeitversorgung (LGZ)“ findet sich bereits in der „Greifswalder Agenda“ vom 13. August 2009, die Studenten des dortigen Master-Studienganges Healthcare-Management entwickelt hatten. Die LGZ-Idee erblickte auf dem 1. Greifswalder Symposium, das gemeinsam von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Universität und der MC.B Verlag GmbH veranstaltet wurde, am 21. August 2009 das Licht der Öffentlichkeit (vgl. BzG 6 – 10, S. 61ff.). Schon vor vier Jahren heftig attackiert von führenden Funktionären der Vertragsärzteschaft, u.a. aus einem strukturschwachen Gebiet wie Mecklenburg-Vorpommern, was darauf schliessen läßt, wie tief die Verlustängste unter den Medizinern sitzen müssen.

Es bleibt zu hoffen, daß gerade dieses Gutachten nicht nach dem Beamten-motto „Lesen, Lachen, Lochen“ und dann abheften behandelt wird und in Stahlschränken vermodert. Deutschland kann es sich kaum leisten, sich wieder in der traditionellen Trippelschrittpolitik zu üben. Denn früher oder später holen die ungelösten Probleme die Akteure per se ein.

Wir dokumentieren die vom aktuellen Vorsitzenden des Rates, Prof. Dr. med. Ferdinand F. Gerlach (53), autorisierte gesonderte „Zusammenfassung“ im vollen Wortlaut.



 

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