dfg - Ausgabe 37 - 14

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Artikel-Nr.: SW10185

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 37 - 14"

Gesetzliche Krankenversicherung:
KV45: Der „Juliusturm“ der GKV beginnt schon zu schmelzen

(dfg 37 – 14) Früher als von der Öffentlichkeit erwartet, beginnt der „Juliusturm“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu schmelzen. Auch im II. Quartal 2014 produzierte die Mehrzahl der 131 Krankenkassen einen „Ausgabenüberschuß“, sprich: ein Defizit. Einzig und allein bei der AOK-Familie und der Bundesknappschaft (KBS) überstiegen die Einnahmen die Ausgaben. In den er-sten sechs Monaten des Jahres 2014 belief sich das GKV-Minus auf 630 Mill. €. Beim Gesundheitsfonds klaffte ein noch größeres Loch. Sein Minus mit über 3,2 Mrd. € klassifizieren nur noch wenige Experten als „saisonal“. Diese Zahlen kann man den so genannten KV 45-Zahlen zum Stichtag 30. Juni 2014 entnehmen, die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 2. September 2014 veröffentlichte.

Zusatzbeiträge: Wenn Journalisten nicht richtig lesen können

(dfg 37 – 14) Sitzungen des Verwaltungsrates des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) gehören in der Regel nicht zu den vergnügungssteuerpflichtigen Veranstaltungen im Gesundheitswesen. Denn die Mitglieder des obersten Selbstverwaltungsgremiums der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) arbeiten ihre Tagesordnungspunkte meist konzentriert und ohne großen Dissens ab. Kein Wunder, wenn sich nur selten Medienvertreter zum öffentlichen Teil der Things in der Berliner Reinhardtstraße einfinden. Zumal angesichts der Komplexität der Debatten-themen oft genug ein gehöriges Maß an Sachverstand notwendig ist. Auf Schlagzeilen erpichte Journalisten lassen sich dann lieber entsprechend „munitionieren“. Bei der „Ärzte Zeitung“ (ÄZ) und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) ging das Unterfangen Anfang September 2014 aber gehörig daneben. Beide Medien beriefen sich auf angebliche Beschlußvorlagen des Gremi-ums für den 3. September 2014 und warfen dem GKV-SV vor, sich beim vom Gesetzgeber bei den neuen Zusatzbeiträgen geforderten „Preisvergleich“ vor der Öffentlichkeit zu „ducken“ bzw. diesen „nur mit Schikanen“ zuzulassen. Und das nur, weil der GKV-SV plant, seinen Webauftritt und die Auflistung seiner aktuell 131 Mitgliedskassen nicht grundlegend zu ändern.

Betriebskrankenkassen:
Nicht nur auf der Fusionsautobahn ist wieder Bewegung

(dfg 37 – 14) Auf der so genannten „Fusionsautobahn“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) herrschte in den letzten Monaten eine relative Ruhe. Diese soll trügen, schenkt man diversen Bekenntnissen von Insidern Glauben. Denn unter den 106 noch bestehenden Betriebskrankenkassen (BKKen) herrscht nicht nur wegen den möglichen Auswirkungen von „Zusatzbeiträgen“ Unruhe. Manche meinen, die Solidarität unter den Schwestern würde zunehmend brüchig. Man wartet nur auf weitere „Veränderungen“. Hinsichtlich möglicher Zusammenschlüsse bahnen sich zwei Verfahren an. Eine andere BKK mußte aufgrund der Fusion ihres Trägerunternehmens ihren Namen ändern.

Ärzte:
Fete statt Honorar-Verhandlungen? Der neue „Bettvorleger“ von Doris P.!?

(dfg 37 – 14) Den Ablauf „echter“ Tarifverhandlungen hat man irgendwie anders in Erinnerung. Bereits kurz nach Beginn der zweiten Verhandlungsrunde einigten sich am 27. August 2014 die Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) schon über die so genannte „Weiterentwicklung“ der Vergütung der Vertragsärzte im Jahr 2015. Für viele Mediziner an der Basis war das Ergebnis „mager“. Man hatte nach den verbalen Muskelspielereien des Neo-Vorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. med. Andreas II. Gassen (52), seit dem 30. Juli 2014 regelrechte „Honorar-Gefechte“ erwartet. Doch sogar zum Erstaunen des GKV-SV dürfte aktuell die KBV frühzeitig „eingeknickt“ sein. Eine Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses oder gar die Einschaltung des Schiedsamtes unterblieb. Gassen holte sich hinterher gewaltige verbale Schellen aus der ärztlichen Basis ab. Und verhedderte sich zudem mit einem „so war das alles doch nicht gemeint“-Interview.

Acht-Punkte-Programm: vdek präsentiert ambulanten Forderungskatalog

(dfg 37 – 14)  Wenn die KBV ideenlos dahin dümpelt und damit ein Machtvakuum entsteht (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe), dürfen andere vorpreschen. Das vor drei Jahren in Kraft getretene so genannte „Versorgungsstrukturgesetz I“ hat die Probleme in der vertragsärztlichen Versorgung nicht hinreichend gelöst. Das meinte Ulrike Elsner (48), die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes vdek am 3. September 2014. „Die ärztliche Versorgung ist deutlich teurer geworden, aber nach wie vor bestehen große Verteilungsprobleme: Zu viele Ärzte in Ballungsräumen, zu we-nig Hausärzte in ländlichen Regionen.“ Das von der Großen Koalition geplante „Versorgungs-strukturgesetz II“ müsse daher verbindlichere Regelungen und Instrumente zum Abbau von Überversorgung vorgeben und gleichzeitig konsequent die Versorgungsengpässe im hausärztlichen Bereich in ländlichen Regionen in den Fokus stellen. „Wir brauchen keine Förderung mit der Gießkanne, sondern paßgenaue regionale Lösungen“, stellte die Volljuristin fest. Sprach es und legte ein Acht-Punkte-Programm vor. 

Wir dokumentieren das vdek-Papier im vollen Wortlaut.

Krankenhäuser:
Krankenhausbündnis: „Not- und Weckruf“ zur Krankenhausreform

(dfg 37 – 14) Wenn sich 20 Organisationen aus dem bundesdeutschen Gesundheitswesen auf den Text einer gemeinsamen politischen „Resolution“ einigen müssen, dann bleibt es nicht aus, daß sich verbale Unschärfen in das Papier einschleichen. Schließlich müssen die spezifischen Inter-essen aller Unterzeichner-Verbände gewahrt bleiben. Für den oder die Empfänger der Botschaft bedeutet der Vorgang hingegen, daß er in der Zukunft besondere Vorsicht walten lassen muß. Denn auf der Gegenseite baut sich ein einflußreicher und mächtiger Lobby-Block auf, den man kaum ohne Blessuren umgehen kann. Mit diesem „Block“ dürften sich künftig die bundesdeutschen Gesundheitspolitiker konfrontiert sehen, wenn es um Fragen der Reform des stationären Sektors geht. Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft (DKG), Bundesärztekammer (BÄK) und Deutsche Pflegerat (DPR) haben mit weiteren 17 Verbänden und Organisationen ein „Bündnis“ geschmiedet. Am 4. September 2014 präsentierte man einen ersten „Not- und Weckruf“ an die Mitglieder der zuständigen Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn am 8. September 2014 saßen die Vertreter aus den Ländern wieder einmal mit denen aus dem Bund zusammen, um über die Inhalte der notwendigen Krankenhausreform zu sinnieren.

Wir dokumentieren das Verbände-Papier im vollen Wortlaut.


Personalia / Berliner Szene:

Österreich: Kassenverbandschef wird Finanzminister
Henke geht als Kammerpräsident in zweite Amtszeit
Johanniter: Blattmann geht, Bröker kommt
Korian übernimmt Macht bei Curanum - Dritte Finanzchefin seit Jahresbeginn
Neuer Vertriebschef bei Medical Park
Klinikum Passau erhält neuen Chef
Hebammenversicherungsmakler mit neuem Vorstand
Und dann war da noch …

Verlagsmitteilung:
Terminvorankündigung für die Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2015

(dfg 37 – 14) Seit 2009 vergeben die Redaktionen der gesundheitspolitischen Hintergrunddienste „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ und „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“ sowie die Berliner MC.B Verlag GmbH den Branchenpreis des Gesundheitswesens, den „dfg Award®“. Jedes Jahr warteten die Träger sowie die Sponsoren der von der „BILD“ mit dem Titel „Gesundheits-Oscar“ geadelten Auszeichnung mit Novitäten auf. Das wird auch bei der siebten Auflage im Jahr 2015 der Fall sein.

 

 

 

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