dfg - Ausgabe 45 - 14

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Artikel-Nr.: SW10194

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 45 - 14"

Kurz vor Redaktionsschluß:
Kabinettsumbildung I: Minister Schweitzer und seine Rolle beim MDK

(dfg 45 – 14) Die Mainzer SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer MdL (53) kämpft verbissen um ihr Amt und den Bestand der Landesregierung. Noch immer ist die Affaire um den Nürburgring nicht ausgestanden. Ganz im Gegenteil, die rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich mit ihrem eigenen Rechnungshof angelegt und fast täglich tauchen neue Details auf. Für die nächste Plenumssitzung des Landesparlamentes am 18. November 2014 hat sich die oppositionelle CDU-Landtagsfraktion vorgenommen, ein regelrechtes Regierungs-Bashing zu veranstalten. Außerdem liebäugelt man anscheinend mit einem Mißtrauensantrag. Kurz vor Redaktionsschluß dieser dfg-Ausgabe wurde bekannt, daß die SPD-Landesmutter gedenkt, vor dieser wichtigen Debatte ihre Regierung massiv umzubilden, um einige wichtige Akteure etwas aus der Schußlinie zu nehmen und Dreyer-Vertraute in die Regierung zu holen. Für den Abend des 4. November 2014 war in Mainz eine Sitzung der SPD-Landtagsfraktion angesetzt.

Gesetzliche Sozialversicherung:
Sozialwahlen: „Der Chauffeur von Frank würde auch reichen“

(dfg 45 – 14) Bekanntlich will die zuständige SPD-Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles MdB (44) noch in diesem Jahr mit einem Gesetzesentwurf zur Reform der Sozialwahlen aufwarten. Doch es hat den Anschein, daß die so genannten „Sozialpartner“ dem Oeuvre aus dem Bundesar-beitsministerium (BMAuS) eher nur mit gemischten Gefühlen entgegen sehen. Die Lektüre der „Eckpunkte“ für die Reform aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (vgl. dfg 44 – 14, S. 14ff.) vom 22. September 2014 dürften sie stark verunsichert haben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wie auch die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) äußerten sich zu-mindest arg verhalten zur Reform. Für Unmut sorgte zudem das Verhalten der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bei der Neuinstallation eines neuen, arbeitnehmerseitigen Verwaltungsratsvor-sitzenden des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV). Ob er wirklich Uwe Klemens (59) heißen wird, sei noch nicht ausgemacht, war aus Kreisen der ersten Bank (AOKen) und der dritten Bank (BKKen, IKKen, KBS und SVLFG) zu hören.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Mitgliederentwicklung I: Die GKV mit absolutem Rekord aller Zeiten

(dfg 45 – 14) Die deutsche Konjunktur brummt zwar nicht mehr so ganz. Aber im Vergleich zu an-deren Staaten immer noch ordentlich. Dieser positive Trend wirkte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 nicht nur auf die Beschäftigtenquote, sondern auch weiter auf die Mitgliederzahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Über 53,3 Mill. Mitglieder, das bedeutet einen erneuten GKV-Mitgliederrekord. Bei einem Zuwachs von mehr als einer drei-Viertel-Million Mitgliederverhältnisse wurde zum ersten Male die 53-Millionen-Schwelle überschritten. Das geht aus den Zahlen für die Kassenarten hervor, die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 3. November 2014 veröffentlichte. Nicht nur die so genannte „Lehrmädchenquote“ wirkte sich aus, sondern auch die politischen Maßnahmen der letzten Jahre.

Mitgliederentwicklung II: Die „Beute“ verteilt sich nicht auf alle

(dfg 45 – 14) Der nicht unerhebliche Mitglieder-Zuwachs der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 verteilt sich nicht gerecht auf alle aktuell noch existierenden 131 Kassen. Die Bevölkerung will es anders, wandert scheinbar gezielt zu „ausgesuchten“ Adressen. Es sind vor allem die Großen der Branche, regional gut aufgestellte Körperschaften oder betriebsbezogene BKKen sowie mit Vertriebsunterstützung arbeitende Kassen, die im untersuchten Zeitraum überproportionale Gewinne erzielten. Einige der sieben Kassen, die per Fusion zum Jahreswechsel 2014/2015 unter das schützende Dach einer größeren (Schwester)-Kasse schlüpfen, findet man unter den TOP-Verlierern. Viele Details können interessierte dfg-Leserinnen und –Leser aus den aktuellen dfg-GKV-Rankings zum Stichtag 1. Oktober 2014 entnehmen (vgl. Dokumentation in dieser dfg-Ausgabe und die Ausgabe Nr. 8 – 14 der „BzG – Bei-träge zur Gesellschaftspolitik“).

BITMARCK: Erfreuliche Meldungen von der IT-Front

(dfg 45 – 14) Zwei Softwareschmieden kämpfen seit Jahren um die Vorrangstellung innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Beide, die Bonner AOK Systems GmbH und die BIT-MARCK Holding GmbH in Essen, sind der Auffassung „die“ Lösung für die Branche gefunden zu haben. Gelang es den Schmieden vom Rhein, neben den elf AOK-Schwestern weitere Kassen wie die KBS, die Ersatzkasse HEK oder sogar BKKen für ihr Produkt zu gewinnen, fehlten aus der Ruhrgebietsstadt größere Erfolgsmeldungen. Seit dem 1. November 2014 ist nun bekannt, daß BITMARCK mit der Bremer handelskrankenkasse (hkk) seine 100. Umstellung auf die Software iskv_21c erfolgreich abgeschlossen hat. Damit ist die erste vdek-Kasse auf die Software eingeschworen worden.

Betriebskrankenkassen:
Fusionsautobahn: Die 7. Braut hat sich geoutet

(dfg 45 – 14) Aktuell bestehen noch 106 BKKen in Deutschland. Ab dem 1. Januar 2015 dürften es voraussichtlich nur noch 99 Kassen sein. In Kreisen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sprach man bisher von sieben Körperschaften, die sich als „Bräute“ auf der GKV-Autobahn befunden hätten. Im Verlauf des Jahres 2014 konnte die dfg-Redaktion bisher sechs „Bräute“ identi-fizieren, wobei zwei davon kassenartenübergreifend die Kassenart zum 1. Januar 2015 wechseln werden. Am 30. Oktober 2014 outete sich Braut Nr. 7.

Gesetzliche Rentenversicherung:
rvDialog: Direktorium fügt sich den Fakten

(dfg 45 – 14) Das seit dem 1. April 2014 neu zusammengesetzte Direktorium der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) scheint nicht ganz so starrsinnig zu sein wie noch unter der Ägide des Alt-Präsidenten Dr. iur. utr. Herbert Rische (66). Am 31. Oktober 2014 informierte man gemeinsam mit der neu zusammengesetzten Projektleitung (früher LANK) alle Mitarbeiter der Kör-perschaft, daß die für den 22. und 23. November 2014 geplante weitere Migration von Rentenkonten auf die neue Software rvDialog verschoben werde. Auch alle angesetzten Schulungsmaßnah-men fänden vorerst nicht statt.

Personalia / Berliner Szene:

1. Kabinettsumbildung II: Minister Storm ohne Arbeit und damit frei für andere Aufgaben
2. Kabinettsumbildung III: Neue Gesundheitsministerin in Potsdam
3. DKG steht vor personeller Zerreißprobe – Dänzer gibt auf
4. Wechsel im MediClin-Aufsichtsrat – Macht ERGO nun Kasse?
5. Führungswechsel beim bvitg
6. Sanofi-Chef gefeuert – Auch Bettelbrief rettete den Job nicht

Dokumentation:
27. dfg-GKV-Versicherten-Ranking: Gewinner konnten kaum Plätze gut machen

(dfg 45 – 14) Zum 27. Mal legt die dfg-Redaktion das dfg-GKV-Versicherten-Ranking aller deutschen Krankenkassen vor. Zusammen mit dem dfg-GKV-Mitglieder-Ranking und dem dfg-Krankenkassen-ATLAS entstanden seit 2004 Fakten-Kompendien über den Strukturwandel in der Gesetzlichen Krankenver-sicherung (GKV), die so ihresgleichen suchen.

Im III. Quartal 2014, das zeigte sich schon bei den vorab bekannt gewordenen vdek-Zahlen (vgl. dfg 44 – 14, S. 8f.), findet man bei der Mitgliederentwicklung der einzelnen Kassen zum Teil unterschiedliche „Erfolgswerte“ als bei der Versichertenentwicklung. Auf den 20 TOP-Rängen bei den GKV-Versicherten tat sich trotz größerer Gewinne und Verluste wie üblich gar nichts. Aber auch sonst gelangen nur wenige Rangverschiebungen: Die erste: Die IKK Südwest schaffte es, sich an der bisher vor ihr liegenden AOK Sachsen-Anhalt auf Platz 21 vorzuschieben und damit die Ränge zu tauschen. Gleiches gelang der Debeka BKK mit der BKK VerbundPlus. Die Koblenzer rückten auf Rang 56 vor. Dieses Bild dürfte sich auch in den kommenden Monaten kaum verän-dern. Auch die sieben Fusionen zum Jahreswechsel 2014/2015 führen kaum zu Verschiebungen auf den TOP 20-Positionen, sieht man einmal von der Fusion der BKK Essanelle mit der Deutschen BKK zum 1. Januar 2015 ab.

Verlagsmitteilung:

Dieser dfg-Ausgabe liegt als Supplement nur für Abonnenten die Ausgabe Nr. 8 - 14 der „BzG – Beiträge zur Gesellschaftspolitik“ mit dem „dfg-GKV-Ranking – Liste der deutschen Krankenkassen“nach Mitgliederzahlen zum Stichtag 1. Oktober 2014 bei.

 

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