dfg - Ausgabe 04 - 15

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10206

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 04 - 15"

Verlagsmitteilung:
1. Ausschreibung für den „dfg Award® 2015“

(dfg 4 – 15) Seit 2009 vergeben die Redaktionen der gesundheitspolitischen Hintergrunddienste „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ und „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“ sowie die Berliner MC.B Verlag GmbH den Branchenpreis des Gesundheitswesen, den „dfg Award®“. Jedes Jahr warteten die Träger sowie die Sponsoren der von der „BILD“ mit dem Titel „Gesundheits-Oscar“ geadelten Auszeichnung mit Novitäten auf. Das wird auch bei der 7. Auflage der Gala zur Verleihung der „dfg Awards®“ am Donnerstag, den 18. Juni 2015 im Hamburger Hotel Grand Elyseé der Fall sein. Das sehen die weit fortgeschrittenen Planungen der Organisatoren vor.

Die „dfg Awards®“ werden 2015 in vier Kategorien vergeben. Die erste Ausschreibung erfolgt mit dieser dfg-Ausgabe (vgl. Anhang) Damit soll den dfg-Leserinnen und -Lesern ausreichend Gelegenheit gegeben werden, über den Inhalt ihrer eventuellen Bewerbungen und/ oder Vorschläge nachzudenken und diese vorzubereiten. Der Versand der Bewerbungsbögen erfolgt in den bekannten rot bedruckten Umschlägen im Februar 2014. Bitte schon heute die Sekretariate und Poststellen entsprechend benachrichtigen.

Die dfg-Redaktion wird die dfg-Leserinnen und -Leser in den folgenden Ausgaben ständig mit den Informationen zum aktuellen Sachstand versorgen.

Die erste Ausschreibung liegt dieser Ausgabe bei und ist als kostenloses Download verfügbar.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
eHealth-Gesetz: GKV-SV schwenkt auf BMG-Linie ein

(dfg 4 – 15) Manchmal hilft eine einzelne, dafür aber spektakuläre Aktion und der dadurch ausgelöste öffentliche Druck etwas, um einen gewünschten Erfolg zu erzielen. Das dürfte sich der Verwaltungsrat des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) auf die Fahnen schreiben können. Durch seinen Beschluß vom 10. Dezember 2014, die Haushaltmittel für die Berliner ge-matik GmbH zu sperren, löste die Selbstverwaltung der Kassen eine Welle von Maßnahmen und Handlungen im Gesundheitswesen aus. So dürften die zuständigen Beamten im Bundesgesund-heitsministerium (BMG) aufgewacht und zwischen den Jahren 2014/2015 Überstunden „geschoben“ haben. Am 13. Januar 2015 sickerte der erste Referentenentwurf eines „Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ (eHealth-Gesetz) durch, mit dem nicht nur CDU-Minister Hermann Gröhe MdB (53) der Gemeinsamen Selbstverwaltung in Sachen elektronischer Gesundheitskarte (eGK) und Telematikinfrastruktur gehörig zeitlichen, wie in-haltlichen Druck machen will. Das BMG scheint gesonnen, die Beteiligten gehörig – auch mit wirtschaftlichen Sanktionen – an die Kandare zu nehmen. Damit dürften auch die Blütenträume der Vertragsärzteschaft hinsichtlich ihres „KVsafenets“ als eigenständiges Parallel-Instrument zersto-ben sein. In den gematik-Gremien soll Hektik herrschen, weil nicht nur bereits ein Nachfolger für deren Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Arno Elmer (48) gesucht wird. Auch die Industrie übt Druck auf die Beschäftigten hinsichtlich der weiteren Gestaltung von Terminen und Projekten aus.

Ärzte:
IQTiG: KBV-Vorschlag sorgt für peinliche Situation

(dfg 4 – 15) Noch am 9. Januar 2015 dürfte unter den führenden Beteiligten beim künftigen Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) eitel Sonnenschein geherrscht haben. Die Gremien konstituierten sich und man bestellte für das gesetzlich vorgeschriebene Institut auch schon einvernehmlich einen durch seine Expertise ausgewiesenen Leiter (vgl. dfg 1-3 – 15, S. 7f.). Doch keine zwei Wochen später herrscht schon gehöriger Zank unter den Trägern, die zu gewissen peinlichen Situationen führte. Auslöser ist die vom Düsseldorfer Orthopäden Dr. med. An-dreas II. Gassen (53) geführte Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Wieder einmal ver-mochte es offenbar die eigentlich führungslos wirkende KBV durch ungeschicktes, eigenes Taktieren fast alle anderen „Partner“ innerhalb der Gemeinsamen Selbstverwaltung zu verärgern.

MVZ sind „in“: SANA greift sich Berliner POLIKUM Holding

(dfg 4 – 15) Es ist eine unbestrittene Tatsache: Der Auf- und Ausbau von Medizinischen Versor-gungszentren (MVZ) zählt im bundesdeutschen Gesundheitswesen zum absoluten modernen Trend. Gerade für Krankenhäuser ist es eine optimale Möglichkeit, sich ambulante „Zuweisersta-tionen“ für die eigene Belegungsquote zu verschaffen. Kein Wunder, wenn die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit einem gewissen Mißtrauen dieses Ausgreifen der Kliniken in den ambu- lanten Sektor beäugen. Wenig beachtet von der Öffentlichkeit und damit still und leise verleibte sich die Ismaninger SANA Kliniken AG bereits Ende 2014 eine der bekanntesten MVZ-Gruppen in Deutschland ein. Der drittgrößte private Klinik-Konzern kaufte mit der Berliner POLIKUM Holding GmbH einen - nach eigenen Angaben – der größten ambulanten deutschen Leistungserbringer.

Personalia / Berliner Szene:

1. Metzinger BKK reaktiviert früheren Vorstand
2. Wachwechsel bei der NÜRNBERGER Krankenversicherung
3. SRH-Chef Hekking geht – Ein Nachfolger ist nicht in Sicht!
4. AHG-Vorstand mit „Eigengewächsen“ verstärkt
5. Pfizer Deutschland wechselt Chef aus
6. DRK angelt sich neuen Generalsekretär vom ASB
7. Kienbaum holt Personalexpertin zurück
8. Und dann waren da noch …

Dokumentation:
FES-Managerkreis will Innovationen stärker fördern

(dfg 4 – 15) Ein klares Plädoyer für den „Innovationsfonds“ und ein Ausnutzen seiner Möglichkeiten findet man aus berufenem, sozialdemokratischen Munde selten. Genauso wenig fällt der fordernde Satz: „Innovation im Gesundheitswesen darf sich aber nicht in der Entwicklung und Einführung neuer, von den Kassen zu erstattenden, Produkte erschöpfen.“ Daß man in Teilen der SPD auch anders kann, zeigt das neueste gesundheitspolitische Papier des Managerkreises der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit dem vielsagenden Titel „Innovationen für eine bessere Gesundheitsversorgung“, das ein fünfköpfiges, wie fachkundiges Autorenteam unter der Leitung der ehema-ligen stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Gudrun Schaich-Walch (68), ausgearbeitet hat.

Daß im Bereich der Selektivverträge wie auch bei der Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung (IV) nicht alles zum Besten steht, dürfte nicht nur den Autoren klar sein. Daher fordern sie sieben Maßnahmen, damit das Konstrukt „Selektivvertrag“ optimiert werden kann. Außerdem sollen u.a. die NUB-Verfahren, die bisher nur der stationäre Sektor kannte, auch im ambulanten Bereich eingeführt werden. Jedoch ebenfalls mit klaren Erprobungsregelungen, damit einer späteren Einführung in die Regelversorgung nichts entgegensteht. Und auch für den „Innovationsfonds“ machen die fünf Experten klare, verbessernde Vorschläge. Ob alle oder ein Teil der Forderungen und Ideen noch in das laufende Gesetzgebungsverfahren des 2. Versorgungsstärkungsgesetzes (VSG II) Eingang finden, wird man abwarten müssen.

Wir dokumentieren das FES-Papier im vollen Wortlaut.

 

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