dfg - Ausgabe 11 - 15

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Artikel-Nr.: SW10218

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 11 - 15"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Super-GAU: CDU weist KBV-Gassen die Tür – SPD applaudiert

(dfg 11 – 15) Unter den rund 360.000 in Deutschland berufstätigen Medizinern verfügen nur etwas über 43.000 über die Facharztbezeichnung „Allgemeinmedizin“. Doch diese Ärztegruppe ist mit die homogenste. Wohl auch dank des wiedererstarkten wie solide geführten Deutschen Hausärzteverbandes (HÄV). Die deutsche Facharzt-Welt, vor allem der niedergelassene Teil, hadert aktuell mit ihrem Schicksal. Denn dieser in vielerlei Facharztgruppen mit ihren unzähligen Teilgebietsbe-zeichnungen zersplitterten Masse mangelt es nicht nur an (sach-)kompetenten oder gar charismatischen Führungspersönlichkeiten, sondern auch an einem „Ziel“ oder einer Position, hinter der man sich sammeln könnte. Dazu traten nicht erst seit März 2014 zahlreiche Strategiefehler, deren zum Teil schmerzhafte Auswirkungen die Fachärzteschaft erst in späteren Jahren zu spüren bekommt. Ganz heftig erwischte es am 5. März 2015 den amtierenden Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Andreas II. Gassen (52), der bekanntlich auch dem Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa) als Vorsitzender vorsteht. Aufgrund seiner neuesten öffentlichen Wortspenden zum Versorgungsstärkungsgesetz II (VSG II) verscherzte er sich wohl jegliches Wohlwollen bei der in Berlin herrschenden schwarz-roten Koalition. Im Plenum des Bundestages kündigte die erfahrene Stuttgarter CDU-Gesundheitspolitikerin Karin Maag MdB (52), an, Gassen sei für sie „kein Gesprächspartner“ mehr! Das ist das Schlimmste, was einem Interessenvertreter, der seriös wirken möchte, passieren kann. Ein politischer Super-GAU, der nicht nur für die KBV ungeahnte Folgen haben dürfte.

Gesetzliche Krankenversicherung:
KV45-Werte 2014: Nur die Ortskrankenkassen sahnten ab

(dfg 11 – 15) Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) versuchte am 4. März 2015 wieder einmal vorsichtig zu kalmieren. Bei der Vorlage der so genannten KV45-Zahlen, also der vorläufigen Rechenergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), für das Jahr 2014 redete man PR-technisch die aufgelaufenen Defizite der meisten der damals noch existierenden 131 Krankenkassen und des Gesundheitsfonds klein. Ohne die Prämienzahlungen an einen Teil der Mitglieder der Körperschaften in Höhe von 771 Mill. € und ohne die Aufwendungen für freiwillige Satzungsleistungen in Höhe von 313 Mill. € wäre man eigentlich in der Lage gewesen ein „nahezu ausgegli-chenes Finanzergebnis vorzulegen“, trötete es zum wiederholten Male aus der Berliner Friedrich-straße. Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Denn bei vielen Krankenkassen waren die betriebswirtschaftlichen Auswertungen rot gefärbt – nur bei der elfköpfigen AOK-Familie nicht. Der schleichend in Gang gesetzte Prozeß des Schmelzens der in den letzten Jahren angesammelten GKV-Rücklagen beschleunigte sich hingegen im Jahr 2014. Noch verbleiben, so die BMG-Rech-nung, den Kassen Finanz-Reserven von rund 15,5 Mrd. € und dem Fonds eine Liquiditätsreserve in Höhe von 12,5 Mrd. €. Doch diese Bestände in den beiden „Juliustürmen“ dürften in diesem Jahr nicht mehr zu halten sein. Dafür sorgen schon die „Bedürfnisse“ der Leistungserbringer.

Personalia / Berliner Szene:

1. ASG der SPD wagt den personellen Neuanfang
2. Räumt Neo-Präsident Reumann personell schon bei der DKG auf?
3. ZM: Vom Verleger zum zahnärztlichen Chefredakteur
4. BBT erweitert Geschäftsführung
5. Ein Leben für die Hausärzte: Ulrich Weigeldt wurde 65
6. Rainer Vollmer (1940 – 2015)

 

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