dfg - Ausgabe 20 - 15

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Artikel-Nr.: SW10228

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 20 - 15"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Pflegenoten: Zickt die SPD nur oder emanzipiert sie sich?

(dfg 20 – 15) In Zeiten von riesigen Mehrheiten in einem Parlament ist es für ehrgeizige Politiker schwer, sich durch mediale Wortspenden eine gewisse Aufmerksamkeit zu verschaffen und damit an dem eigenen Bekanntheitsgrad zu arbeiten. Vor allem, wenn es sich um eine Minderheiten-Meinung handelt. Das gilt für die an die mediale Wand gedrängten Oppositionsfraktionen genauso wie für die internen Opponenten. Aktuell befindet sich jedoch die Regierungspartei SPD in einem absoluten Dilemma. Die Koalition arbeitet seit der Übernahme der gemeinsamen Verantwortung für die Bundesregierung im Dezember 2013 Buchstabe für Buchstabe die im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele getreulich ab. Es sind vornehmlich SPD-Punkte und wahre „Geschenke“, mit denen man die Bevölkerung erfreuen könnte. Doch den „Rahm der Beliebtheit“ bei der Bevölkerung „sahnen“ nach Ansicht der Sozialdemokraten die Unionsparteien ab. Jüngstes Beispiel: Die „Bundesmutti“ und CDU-Bundeskanzlerin Dr. rer. nat. Angela Merkel MdB (60) reiste am 10. Mai 2015 in Begleitung eines riesigen Journalistentrosses zur Kranzniederlegung nach Moskau – gleichzeitig rau-schte die SPD am gleichen Tag bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen – einem ihrer eigentlichen Stammlande – in der Wählergunst hinunter. Das nervt die SPD-Granden. Man sinnt auf Abhilfe, und wagt ein Spagat. Einerseits versucht man das sozialdemokratische Image zu polieren, sich zu emanzipieren und gleichzeitig die Koalitionsdisziplin zu wahren, um weitere der eigenen Ziele umzusetzen. Nicht immer gelingt das.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Mitgliederentwicklung: Wechselbewegungen niedriger als erwartet

(dfg 20 – 15) Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) profitierte auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 von der anhaltenden guten Konjunkturentwicklung in Deutschland. Das neue Allzeit-Hoch von 53.421.528 Mitgliedern zum Stichtag 1. April 2015 bewies es (vgl. dfg 19 – 15, S. 4ff.). Doch der GKV-Zuwachs von netto 176.665 Mitgliedern verteilte sich uneinheitlich auf die noch 124 existierenden Kassen. In den beiden Listen der TOP 10-Gewinner nach Köpfen wie nach Prozent des aktuellen dfg-Mitglieder-Rankings (vgl. Ausgabe 2 – 15 der „BzG – Beiträge zur Gesellschaftspolitik als Supplement zu dieser dfg-Ausgabe) tauchen in diesem I. Quartal 2015 an-dere Kassen auf als üblich. Die zum 1. Januar 2015 eingeführte Möglichkeit der Körperschaften, kassenindividuelle Zusatzbeiträge zu erheben, hat zu Wechselbewegungen innerhalb der Kassen-landschaft geführt. Allerdings nicht in dem Ausmaße, wie zuvor befürchtet oder erhofft worden war. Jetzt gehen bestimmte Auguren davon aus, daß sich im II. Quartal 2015 noch etwas „entwickelt“, weil später ausgesprochene Kündigungen von Mitgliedern erst dann verarbeitet werden und in den Statistiken erscheinen.

Ärzte:
KBV-Duo bleibt – Gassen will Konzept 2020 entwickeln

(dfg 20 – 15) Außer Spesen nichts gewesen? Bei der jüngsten Sitzung der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am 11. Mai 2015 in Frankfurt am Main blieben die erwarteten Abwahlanträge für das Duo an der Spitze der Körperschaft aus (vgl. dfg 19 – 15, S. 9ff.). Den Opponenten aus den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) dürfte schon am Vortag gedämmert haben, daß man die notwendigen Mehrheiten nicht zusammenkratzen würde. Debattiert wurde allerdings heftigst, im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Teil des Ärzte-Things. Die vorhandenen, tiefen Risse innerhalb der Führungscrew der Vertragsärzteschaft blieben erkennbar. Der weiterhin amtierende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas II. Gassen (52) nutzte daher die sich ihm bietende Chance auf der Rostra des Frankfurter Tagungszentrums und kündigte die Entwicklung einer „Agenda 2020“ der Vertragsärzteschaft an.

Personalia / Berliner Szene:

1. Ein CDU-Abgeordneter für die AOK Sachsen-Anhalt
2. Zwei Vorstände der Continentale Krankenversicherung rücken auf
3. Beim VDGH setzt man auf Kontinuität

Dokumentation:
29. dfg-GKV-Versicherten-Ranking: Die Zusatzbeiträge sind es nicht allein

(dfg 20 – 15) Zum 29. Mal legt die dfg-Redaktion das dfg-GKV-Versicherten-Ranking aller deutschen Krankenkassen vor. Zusammen mit dem dfg-GKV-Mitglieder-Ranking und dem dfg-Krankenkassen-ATLAS entstanden seit 2004 Fakten-Kompendien über den Strukturwandel in der Gesetzlichen Krankenver-sicherung (GKV), die so ihresgleichen suchen.

Im I. Quartal 2015, das zeigte sich schon bei den vorab bekannt gewordenen vdek-Zahlen (vgl. dfg 18 – 15, S. 2f.), findet man bei der Mitgliederentwicklung der einzelnen Kassen zum Teil unterschiedliche „Erfolgswerte“ als bei der Versichertenentwicklung. Auf den 30 TOP-Rängen bei den GKV-Versicherten tat sich trotz größerer Gewinne und Verluste wie üblich gar nichts. Zwar robbte sich die Bremer hkk (Platz 32) aufgrund ihres beachtlichen Zuwachses gewaltig nahe an die vor ihr liegende IKK gesund plus heran. Aber noch reichte es nicht für die Strategen von der Wesermündung, die Magdeburger zu verdrängen. Aber auch sonst gelangen nur wenige Rangverschiebungen. Die Debeka BKK machte drei Plätze gut. Die Koblenzer rückten auf Rang 52 vor. Die BKK EUREGIO rückte um gleich acht Plätze nach vorne, man findet sie nun auf Platz 66. Die Metzinger BKK machte neun Plätze gut (Rang 115). Ob sich dieses Gesamt-Bild des GKV-Marktes in den kommenden Monaten noch erhebllich verändert, muß abgewartet werden.



 

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