dfg - Ausgabe 22 - 15

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Artikel-Nr.: SW10231

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 22 - 15"

Verlagsmitteilung:
dfg Award® 2015: Langsam wird es spannend – Weitere Details für Hamburg

(dfg 22 – 15) Der Countdown für die 7. Gala zur Verleihung der dfg Awards® am 18. Juni 2015 im Grand Elysée Hotel in Hamburg läuft. Die ersten personalisierten Eintrittskarten für die rund 200 Gäste befinden sich auf dem Postweg, für den wieder „normale Lauf-Zeiten“ seit der Beendigung der Post-Streiks der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bestehen. Dieser Tatbestand dürfte ebenfalls auch die für den 29. Mai 2015 in Berlin angesetzte Auszählung der nummerierten Abstim-mungsbögen nicht behindern. Dennoch, die Namen der Gewinner in den vier Kategorien des „Gesundheits-Oscars“ bleiben bis zur Gala ein Geheimnis. Darüber wacht der beauftragte Berliner Notar, der die versiegelten Gewinner-Umschläge erst im Großen Elysée-Ballsaal den jeweiligen Laudatoren überreicht. Ab 18.00 Uhr schreiten die Gäste über den roten Teppich und werden dann den Preisträgern zujubeln.

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Gesetzgebung: Wer leidet da an Überarbeitungssyndromen?

(dfg 22 – 15) Es klingt böse, aber es hat den Anschein, daß einige Mitglieder des Bundestagsausschusses für Gesundheit schon an gewissen Syndromen der Überarbeitung leiden. Angesichts der von CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (54) ständig unter Feuer gehaltenen Gesetzgebungsmaschinerie dürfte sich so mancher der 37 Mitglieder des Gremiums bereits im stillen Kämmerlein ein gequältes Stöhnen abgerungen haben ob der ständigen Flut der herein-strömenden Papierberge. Auch mit dem Zählen kommen einige nicht nach. Stehen nun zwölf oder gar fünfzehn Produkte aus der Pipeline des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf der Agenda? Denn nicht nur die über 100 Seiten, die allein an Änderungsanträgen für das Versorgungsstrukturgesetz II (VSG II) vorliegen, lassen die Parlamentarier nicht zur Ruhe kommen. Ähnliches gilt für die Lobbyisten im Gesundheitswesen. Gesundheitspolitik des Jahres 2015 – das ist arbeitstechnisch wahrlich kein Zuckerschlecken mehr. Obwohl: Bis zum Donnerstag, den 11. Juni 2015 ist für alle Beteiligten noch genügend Zeit, um zu lesen und danach aktiv zu reagieren. Erst dann steht das VSG II als TOP 6 zur abschließenden Beratung auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages.

Zahnärzte:
„Bärendienste“ für die Selbstverwaltung durch Bayerns Zahnärzte

(dfg 22 – 15) In Bayern gehen eigentlich die berufspolitischen Uhren meist anders als im restlichen Bundesgebiet. Zumal die Bajuwaren gerade im Granteln Spitzenreiter sind. Das sorgt dann ab und an für besondere Schlagzeilen. Sei es nun, wenn sich der bayerische Landesverband des Deut-schen Hausärzteverbandes (HÄV) zum so und so vielten Male mit der AOK Bayern um das liebe Geld zofft und die jeweilige GesundheitsministerIn zwischen den Kombattanten vermitteln muß. Aktuell sind es aber die Zahnärzte zwischen Würzburg und Passau, bei denen reine berufspolitische Machtspielchen für Furore sorgen. Da man sich Ämter und Würden in den Körperschaften weder gönnt, noch sich auch sonst offenbar nicht über den Weg traut, versucht man es halt mit dem Kauf von Stimmen auf der Gegenseite. Vorerst blieb es beim „ernsthaften“ Versuch. Doch zumindest in der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) stehen die Zeichen auf Sturm. Die Vorgänge verleiten angesichts knapper Mehrheiten zu der Befürchtung, zu einer Never Ending Story zu werden.

Krankenhäuser:
LBFW: Ohne Schiedsstellen geht es nun einmal nicht

(dfg 22 – 15) Eines der wichtigsten Kriterien für die Höhe der regional geltenden Honorare im stationären Bereich ist der jeweilige Landesbasisfallwert (LBFW) eines Bundeslandes. Auszuhandeln ist er jährlich von den Landeskrankenhausgesellschaften (LKGen) und den zuständigen Landesorganisationen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In den letzten zehn Jahren entwickelten einige Beteiligte ein gewisses Geschick und einigten sich recht früh auf die gültigen LBFW-Werte. Aber manchmal verliefen die Beratungen mehr als zäh und endeten vor den dann zuständigen Schiedsstellen. Oder aber die Aufsichtsbehörde des Bundeslandes zögerte mit der Genehmigung der ausgehandelten Sätze. So fehlen nach den Erkenntnissen der dfg-Redaktion im Jahr 2015 immer noch einer von 16 LBFW-Werten.

Personalia / Berliner Szene:

1. Wachstum erfordert neuen Aufsichtsrat bei spectrumK
2. BÄK-Vorstandswahlen: Delegierte straften Montgomery ab
3. AWMF: Neuer Präsident und neue, offenere Strukturen
4. Und wieder diverse Wahlen bei den Apothekern
5. Vorstand der Mühlenkreiskliniken wieder komplett

Dokumentation:
Gesundheitshandwerker singen nicht nur das hohe Lied der Kollektiv-Verträge

(dfg 22 – 15) Die Ärzte sind keine allwissenden und herrschenden „Halbgötter in Weiß“ mehr, sondern leiden eher unter den Vorzeichen einer nachhaltigen „Götterdämmerung“. Auch wenn ihre führenden Funktionäre die angestaubte Führungsfahne noch gerne im Gesundheitswesen hochhalten möchten. Nicht nur die Existenz von über 170 medizinischen Fachgesellschaften deutet darauf hin, daß die Medizin mehr als fragmentiert und kaum mehr in der Lage ist, mit einer Stimme zu sprechen (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe). Bei den Vertragsärzten sägen aktuell Haus- wie Fachärzte, Vertreter von Kollektiv- bzw. Selektivverträgen, Befürworter von Sachleistungssystem oder Kostener-stattung gegenseitig von allen Richtungen an dem Ast, der die Kassenärzte einst stark und mächtig machte. Kein Wunder also, wenn die Heilmittelerbrin-ger selbstbewußt wie gemeinsam nach dem „Direct Access“ bzw. nach einer Akademisierung ihrer Berufsstände rufen. Sie wissen es halt in Einzelfällen besser, was den Patienten frommen könnte (vgl. dfg 17 – 15, S. 6ff.).„Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst“ dichtete schon Richard Wagner (+) für seine „Meistersinger von Nürnberg“. Die Mediziner denken nicht daran, diese Zeile zu beherzigen. Wohl aber die Öffentlichkeit. Das mag für den Gesundheitsbereich auch daran liegen, daß der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) seit einiger Zeit die politische Arbeit der fünf Gesundheitshandwerke in einer eigenen AG koordiniert und mit Hans Peter Woll-seifer (59) ein erfahrener IKK-Selbstverwalter als Präsident an der Spitze des ZDH steht. Wie auch immer, die Gesundheitshandwerker sind mittlerweile eine Konstante, an der im bundesdeutschen Gesundheitswesen niemand mehr vorbei kommt. Zumal sich die fünf Berufe mehr und mehr untereinander ab-stimmen und in den wichtigsten politischen Fragen Einigkeit demonstrieren! Jetzt sickerte in den gesundheitspolitischen Kreisen der Hauptstadt ein neues, gesundheitspolitisches Positionspapier durch. In diesem fassen die fünf Beru-fe ihre gemeinsamen „Anliegen“ zusammen. Es versteht sich von selbst, daß sie „verläßliche“ Rahmenbedingungen vom so reformfreudigen Gesetzgeber verlangen und ihren Meistervorbehalt verteidigen. Im Gegensatz zu den Medi- zinern gehören sie klipp und klar zu den Befürwortern des „Kollektivvertrages“, denn nur so können sie ihren 25.550, meist mittelständisch strukturierten, Mitgliedsbetrieben konkrete Wirtschaftsbedingungen verschaffen. Eine Scheu – wie in der Ärzteschaft – vor der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens haben die Gesundheitshandwerker auch nicht. Und sie sehen sich sogar beim Stichwort „Korruption“ vom Gesetzgeber bestätigt. Der wird es mit einem zustimmenden Nicken goutiert haben.

Wir dokumentieren das Papier der Gesundheitshandwerke im vollen Wortlaut.

 

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