dfg - Ausgabe 34 - 15

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Artikel-Nr.: SW10246

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 34 - 15"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
„Die Kassierärzte“: Ein System auf Abruf oder eine unabwendbare Zäsur!?

(dfg 34 – 15) Wenn ein in die Jahre gekommenes Gemäuer nicht gehegt und gepflegt wird, dann verkommt es. Das Gebälk hält den Unbillen des Wetters nicht mehr stand, wird morsch, fault von innen heraus. Und irgendwann bricht die Konstruktion unter donnerndem Getöse zusammen. Wer sich den aktuellen Zustand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) von außen betrachtet, der könnte recht schnell auf den Gedanken kommen, daß diese Körperschaft des öffentlichen Rechts kurz davor ist, sich selbst zu zerstören. Aus dem Trümmerhaufen müßte der Gesetzgeber dann ein neues „Haus“ für die (verfaßte) Kassenärzteschaft zimmern. In bestimmten politischen Kreisen der Bundeshauptstadt scheint man dazu schon entsprechende Vorbereitungen getroffen zu haben. Das entnimmt man jüngsten Äußerungen führender sozialdemokratischer Gesundheitspolitiker vom 8. August 2015 als sie in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins „DER SPIEGEL“ Stellung zum Verhalten der „Kassierärzte“ bezogen. Die Union wird diesem Vorhaben vermutlich nicht entgegentreten, da die internen „Whistleblower“ der KBV durch ihre Aktivitäten auch dabei sind den CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (54) und sein Ressort zu beschädigen (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe). Ob die SPD mit ihrem Vorstoß die Strukturen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) „in einem Aufwasch“ dann noch gleich mit modifiziert, muß man abwarten.

Ärzte:
KBV I: Immobiliengeschäfte begannen schon in der Ägide eines Rainer Hess

(dfg 34 – 15) Die aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts handeln ab und an etwas schizo-phren ohne sich über die Folgen ihres Tuns so recht klar zu sein. Man shoppt und surft online, gibt freiwillig Daten über sich preis, aber wundert sich, wenn die U.S.-amerikanische NSA ständig dabei ist, diese an allen nur erdenklichen Stellen „abzugreifen“. Eigentlich möchte jeder, daß z.B. sein eigener Arbeits- oder Dienstvertrag vor den neugierigen Augen anderer Mitmenschen verborgen bleibt? Für die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gilt das nicht mehr. Seit Anfang August 2015 scheint in dieser Körperschaft nichts mehr „geheim“ zu sein – auch wenn es auf so manchem der vielen Dokumente steht, die in interessierten Kreisen kursieren und der dfg-Redaktion vorliegen bzw. zum Lesen anvertraut wurden. Zu den von interessierter Seite „gestreuten“ Unterlagen gehört u.a. auch der aktuelle Dienstvertrag des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. med. Andreas Köhler (54), genauso wie eine Unzahl von Mails, Aktenvermerken, Verträgen, Protokollen u.s.w.. Der öffentlich ausgetragene Selbstzerfleischungsprozeß der verfaßten Vertragsärzteschaft ist weiter in vollem Gange, ein Ende nicht absehbar. In Mitleidenschaft gezogen werden zahlreiche der aktuell handelnden Protagonisten genauso wie „Ehemalige“ und man beschädigt dadurch auch das die Aufsicht führende Bundesgesundheitsministerium (BMG) von CDU-Minister Hermann Gröhe MdB (54). Ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der Vertragsärzte wie z.B. SPD-Matador Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach MdB (52), der dem Vernehmen nach schon nach Wegen sucht, dem KV-System den Blattschuß zu verpassen.

KBV II: Der Selbstzerfleischungsprozeß nimmt kein Ende

(dfg 34 – 15) Nicht nur auf dem Schachbrett lautet die Devise: „Schlägst Du meine Bauern, nehme ich mir Deine“. Auch im wahren Leben ist das so. Während sich die Vizechefin der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Regina Feldmann (62), mit scheinbarer Wonne um die Demontage des „Systems“ Köhler kümmert (vgl. Beitrag in dieser dfg-Ausgabe), beseitigte der amtierende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas II. Gassen (53) unliebsame Kritiker aus den Reihen der sechs FALK-KVen aus Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung, die die KBV besetzen darf. Diese wiederum scheinen sich auf den amtierenden Vorsitzenden der Vertreterver-sammlung (VV) der Körperschaft, Hans-Jochen Weidhaas, eingeschossen zu haben und verlangen dessen Kopf. Und da dieses 60-köpfige, oberste Beschlußorgan der Vertragsärzteschaft mittlerweile wohl dreigespalten ist, rief am 18. August 2015 eine 19-köpfige Gruppe aus wohl „vernünftigen“ KV-Vorständen und Delegierten zur Mäßigung auf, stellten sich hinter Weidhaas und maßregelten verbal den FALK-Matador und Vorsitzenden der KV Westfalen-Lippe, Dr. med. Wolf-gang-Axel Dryden (65). Es bleibt spannend, wer „der oder die nächste“ in dieser ehrenwerten Akademikergesellschaft ist, über dem sich ein Shitstorm aufbaut.

Spätfolgen: PVS-Verband kurz vor dem Auseinanderbrechen!?

(dfg 34 – 15) Es gibt eine gewisse Personengruppe im bundesdeutschen Gesundheitswesen, die könnte man im besten österreichischem Sprachgebrauch unter der Titulatur „Adabeis“ subsummieren. Wo auch immer auf dem gesundheitspolitischen Parkett der Bundeshauptstadt ein wichtiger Event stattfindet, ein großer Teil von ihnen ist „auch dabei“. Wer sich als Interessenvertreter oder Verbandsfunktionär gerne einladen läßt, der muß – so sehen es die Etikette Berlins vor – ebenfalls eine Sause schmeißen. Je prominenter die „Location“, umso besser. Peinlich wird es für den po-tentiellen Berliner Gastgeber nur, wenn er Terminankündigungen verschickt hat, damit nicht nur die anderen „Adabeis“ für den Oktober 2015 den vorgesehenen Termin blockieren, sondern er nur eine kurze Zeit später seinen Verbandsvorsitzenden einen Brief schreiben läßt, mit dem der Event wieder abgeblasen wird. Vor allem, wenn durch die Aktion bekannt wird, daß es dem Verband nicht nur finanziell schlecht geht, sondern er unter Umständen vor dem Auseinanderbrechen steht.

 

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