dfg - Ausgabe 43 - 15

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10255

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 43 - 15"

Kurz vor Redaktionsschluß:
BARMER GEK und Deutsche BKK: Ein neuer Marktführer soll entstehen

(dfg 43 – 15) Für Freitag, den 23. Oktober 2015, stehen Verwaltungsratssitzungen von zwei Krankenkassen an, die zu den TOP 15 der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zählen. In Berlin und in Düsseldorf wollen die Selbstverwalter ihre Vorstände beauftragen, Grundlagen für einen möglichen Zusammenschluß der beiden Körperschaften zu erarbeiten. Gelangen die sechs Herren zu einem passablen Ergebnis, dann stände dem GKV-Markt die nächste kassenartenübergreifen-de Mega-Fusion ins Haus – und eine neue, absolute Nr. 1. Denn einigen sich die Vorstände auf ein gemeinsames wie akzeptables Konzept, dann segnen bei zwei, getrennt voneinander stattfin-denden, außerordentlichen Selbstverwaltungs-Things die Verwaltungsräte in Berlin am 10. No-vember 2015 die Fusion der Deutschen BKK mit der Ersatzkasse BARMER GEK ab. Allerdings – aus guten Gründen – erst mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Das erfuhr die dfg-Redaktion aus gewöhnlich gut informierten Kassenkreisen.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
„Direct Access“: Fundierte Argumente für eine Machtprobe mit der Ärzteschaft

(dfg 43 – 15) Die Heilmittelerbringer scheinen gut mit Argumenten, auch wissenschaftlicher Natur, versorgt zu sein, um in der kommenden Zeit eine Machtprobe mit der zunehmend schwächelnden verfaßten Vertragsärzteschaft zu wagen. Das zeigt sich nicht nur an dem aktuellen Politik-Papier des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) vom 1. Oktober 2015 (vgl. dfg 42 – 15, S. 2ff.), sondern auch in anderen Therapie-Bereichen. Vor allem der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) arbeitet seit Jahren beharrlich daran, den Direktzugang der Therapeuten zu den Patienten, den so genannten „Direct Access“, zu erhalten. In einem „Thesenpapier“ faßte die langjährige Vorsitzende des Verbandes, Ute Repschläger (51), exklusiv für die dfg-Redaktion nicht nur die aktuelle „Kampflage“ mit der Ärzteschaft zusammen, sondern ließ auch einiges der dem Verband vorliegenden wissenschaftlichen Argumente der Physiotherapeuten durchblicken, warum der IFK zuversichtlich weiter für den „Direct Access“ streiten wird. Den Vertragsärzten dürfte es schwer fallen, diese zu entkräften.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Kassenbeiträge dürften bald auch für Arbeitgeber höher ausfallen

(dfg 43 – 15) Nach den jüngsten Prognosen des beim Bonner Bundesversicherungsamt (BVA) angesiedelten „Schätzerkreises“ für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) vom 14. Oktober 2015 geben die 123 noch existierenden Krankenkassen in 2015 rund 209,3 Mrd. € für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aus. 2016 soll diese Summe auf beachtliche 220,6 Mrd. € stei-gen. Diese Voraussage dürfte bedeuten, daß zum Jahreswechsel 2015/2016 die kassenindividuellen Zusatzbeiträge für die Versicherten auf breiter Front steigen werden. Der Schätzerkreis geht von einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von dann 1,1 Prozentpunkten (aktuell 0,9 Prozent) aus. Doch in vielen Fällen dürfte er höher liegen. Denn der durchschnittliche Zusatzbeitrag ist eine rein statistische Größe und bildet nicht den Durchschnitt aller kassenindividuellen Zusatzbeiträge gem. § 242a SGB V ab. Kein Wunder, wenn in Berlin eine breite Phalanx von Politikern und Ver-bandsvertretern sowie vereinzelten Kassenvertretern forderte, daß auch die Arbeitgeber ein hö-heres Scherflein zu den Gesundheitsausgaben beitragen sollten. Die Prognosen des Schätzerkreises werden zudem durch neueste Berechnungen des Essener Gesundheitsökonomen Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem (56) gedeckt. Am 20. Oktober 2015 hielt er einen weiteren Anstieg der Zusatzbeiträge im Jahr 2016 um wiederum 0,3 Prozentpunkte für „realistisch“. Trifft diese Vorhersage ein, dann würde die durchschnittliche Belastung der Beitragszahler schnell die befürchtete Schallmauer von 16 Prozent erreichen und die politischen Diskussionen im Bundestagswahlkampf 2017 nachhaltig beeinflußen.

Gesundheitsberufe:
EU-Berufsausweis für Gesundheitsberufe soll umgesetzt werden

(dfg 43 – 15) Der EU-Harmonisierungsprozeß macht auch vor dem bundesdeutschen Gesund-heitswesen nicht halt. Am 14. Oktober 2015 verabschiedete das Bundeskabinett einen Gesetzent- wurf mit dem etwas sperrigen Titel „über die Anerkennung von Berufsqualifikationen und der Ver-ordnung (EU) Nr. 1024/2012 über die Verwaltungszusammenarbeit mit Hilfe des Binnenmarkt-Informationssystems („IMI-Verordnung“) für bundesrechtlich geregelte Heilberufe und andere Berufe“. Damit soll ein einheitlicher EU-Berufsausweis nicht nur für alle Angehörigen der Gesundheits-berufe, sondern auch für Steuerberater eingeführt werden. Die Umsetzung einer bereits am 17. Januar 2014 beschlossen EU-Richtlinie macht diese etwas verwunderlich anmutende Verknüpfung notwendig. Mit dem zur Zeit 174-seitigen Gesetzesentwurf sollen nicht nur die Berufsgesetze für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, MTAs und PTAs, der Hebammen, aller Heilmit- telerbringer, sondern auch Podologen, Diätassistenten und aller Krankenpflegeberufe geändert werden. Und weil es die EU so will, auch die der Steuerberater.

Personalia / Berliner Szene:

1. Österreich: Hauptverband verliert schon wieder Spitzenmann an die Politik
2. Innovationsausschuß endlich konstituiert
3. Und dann war da noch, das „Alzeyer MDK-Theater“ …

Terminvorankündigungen:

(dfg 43 – 15) Die MC.B Verlag GmbH weist auf drei Veranstaltungen hin, die von den Mitarbeitern der MC.B Firmengruppe organisiert werden:

- Die 8. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2016 findet am 2. Juni 2016 in Hamburg statt.
- Auch die 9. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2017 ist bereits terminiert. Sie wird voraussichtlich am 8. Juni 2017 in Hamburg stattfinden.

Auch von der MC.B Beauty GmbH und ihrem Simones Beauty-Team gibt es neue Nachrichten. Sie fungie-ren als „Unterstützer des Bundespresseballs 2015“ und bereiten sich daher auf den 27. November 2015 vor. Dann soll im Berliner Kempinski Hotel ADLON der 64. Bundespresseball stattfinden. Die Teams der von den dfg-Galas bekannten Coiffeuse Simone und von Star-Visagist Jörg Schönberg kümmern sich an diesem Abend mit Sportphysiotherapeut Markus Frey und seinen Mitarbeitern im ADLON SPA um die Wellness-Belange der rund 2.300 Ballgäste.

 

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