dfg - Ausgabe 15 - 16

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10283

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 15 - 16"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
„Wunschkonzert by Gröhe & Co.“: Pharma-Dialog-Ergebnisse werden teuer

(dfg 15 – 16) Einst galt Deutschland als die „Apotheke der Welt“, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Internationale, vornehmlich U.S.-basierte Pharma-Konzerne bestimmen, was weltweit an Arzneimitteln angeboten wird. Und spätestens seit dem AMNOG hadern die Unternehmen mit den strukturellen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einem der wichtigsten „Märkte“. Angesichts des (wirtschafts-)politischen Druckes sah sich 2015 die Bundesregierung genötigt, etwas zu tun. Auch um den wissenschaftlichen „Standort“ Deutschland bzw. dessen Arbeitsmarkt zu fördern. Das Unterfangen segelte unter dem Label „Pharma-Dialog“. Hinter hermetisch verschlossenen Türen diskutierte man über Monate hinweg und schacherte gewaltig mit der Industrie. Am 12. April 2016 wurden endlich in Berlin die „Ergebnisse“ präsentiert. In der von den drei beteiligten Bundesministerien frisch produzierten Hochglanzbroschüre findet sich auf 44 Seiten ein Bündel von zum Teil recht vernünftigen Ideen, seichten Verabredungen, milden Lösungsvorschlägen und lauen Absichtserklärungen. Wie bei einem „Wunschkonzert“ war für jeden etwas dabei. Die Maßnahmen stellen aber nur wenige der am deutschen Gesundheitswesen beteiligten Akteure vollständig zufrieden. Am wenigsten die Kostenträger, denn die Wirtschafts- und Wissenschaftsförderungsaktion namens „Pharma-Dialog“ hebelt zwar nicht das AMNOG völlig aus, verwässert aber teilweise dessen bisherige Rigidität. Die Zeche zahlen – eigentlich wie immer – die Bundesbürger durch ihre Steuern und Krankenversicherungsbeiträge.

Personalia / Berliner Szene:

1. KBV hat bereits einen neuen Chef-Justitiar
2. Stabwechsel beim BDI
3. BVMed bestätigt Lugan erneut
4. Uniklinik Essen: Neuer Kaufmännischen Direktor berufen
5. Udo Sennlaub (1951 – 2016)

Verlagsmitteilung:
Abstimmungsphase dfg Award® 2016: Bitte Poststellen und Sekretariate benachrichtigen

(dfg 15 – 16) Die heiße Abstimmungsphase für die Vergabe der dfg Awards® 2016 begann am 8. April 2016. Die ersten Originalbögen gingen bereits beim Notar in Berlin ein. Aus diesem Anlaß und aufgrund diverser Nachfragen erinnern die MC.B Verlag GmbH und die dfg-Redaktion alle interessierten dfg-Leserinnen und -Leser daran, daß sich ab dieser Woche, der 15. Kalenderwoche, die durchnummerierten Abstimmungsbögen für den dfg Award® 2016 – versandt mit dem bekannten roten Aufdruck „Wichtige Ausschreibungsunterlagen“ – auf den jeweiligen Schreibtischen der Entscheidungsträger befinden sollten (Bitte Poststellen und Sekretariate benachrichtigen). Nur ausgefüllte, durchnummerierte Original-Abstimmungsbögen werden vom Notar berücksichtigt. In jeder der fünf Kategorien haben die dfg-Leserinnen und –Leser nur eine Stimme. Im Rennen für den Sieg beim dfg Award® wetteifern bekanntlich in diesem Jahr insgesamt 25 Nominees in den fünf Kategorien um den begehrten „Gesundheits-Oscar“. Wollen sie doch bei der Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2016 am 2. Juni 2016 im Hamburger Grand Elysée Hotel als glückliche Ge-winner auf der Bühne stehen.

Einsendeschluß für die Original-Abstimmungsbögen ist Mittwoch, der 11. Mai 2016, 17.00 Uhr (Posteingang beim Notar/Ausschlußfrist). Alle nach diesem Termin eingehenden Abstimmungsbö-gen werden bei der Auszählung am 13. Mai 2016 nicht mehr berücksichtigt. Die Ergebnisse bleiben bis zur Verkündung am 2. Juni 2016 geheim und werden vom Notar erst beim Gala-Abend in Hamburg im Grand Elysée Hotel in einem versiegelten Umschlag übergegeben.

Die Original-Abstimmungsbögen (keine Kopien) sind bitte nur an den beauftragten Notar für den dfg Award® 2016 einzusenden:

Notar Patrick Heidemann
Rechtsanwälte und Notare Heidemann & Dr. Nast
Kurfürstendamm 188 * 10707 Berlin

Dokumentation:
Deutscher Ethikrat: Patientenwohl wird Politik zum Handeln zwingen

(dfg 15 – 16) Nicht alles, was ethisch als wünschenswert erscheint ist ökonomisch umsetzbar. Dennoch, an dem Inhalt und den Empfehlungen des am 6. April 2016 in Berlin vom Deutschen Ethikrat präsentierten Gutachtens werden vor allem viele Gesundheits- und Finanzpolitiker des Bundes wie in den Ländern keine rechte Freude haben. Herumkommen dürften sie aber um das Votum des unabhängigen Berater-Gremiums nicht. Die 26 paritätisch vom Bundestag und Bundesrat berufenen Wissenschaftler rechnen auf 155 Seiten mit zum Teil harschen Worten unter dem Titel „Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus“ mit den Zuständen im stationären Sektor ab. Für so manchen Klinik-Kritiker mögen die Ausführungen der Ethiker Wasser auf ihre argumentativen Mühlen sein. Doch nicht alle der 29 Empfehlungen dürften auch umsetzbar, wenn überhaupt unter dem Blickwinkel des ökonomischen Druckes machbar sein. Auch wenn die Patienteninteressen und ihr Wohl in jeder Einrichtung eigentlich an der Spitze jedes Denkens und jedes Handelns stehen sollten, viele gute Ideen müssen auch finanzierbar sein. Da verwundert es kaum, daß sich viele Politiker bzw. die Organisationen im Gesundheitswesen in der Hauptstadt erst einmal völlig überrascht vom Inhalt des Gutachtens zeigten und sich mit eigenen Reaktionen zurückhielten. Dabei „erwischt“ zu werden, wie man trotz allen guten Willens die Finanzierbarkeit der medizinischen Versorgung mehr im Blick hat als die eigentlich notwendigen ethischen Grundsätze, das tut weh und ist nicht leicht zu verkraften.

Wir dokumentieren die Zusammenfassung des Ethikrat-Gutachtens im vollen Wortlaut.

 

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