dfg - Ausgabe 21 - 17

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Artikel-Nr.: SW10351

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 21 - 17"

Verlagsmitteilung:
dfg Award® 2017: „And the Winner is … !“ – Gala-Eintrittskarten bestellen

(dfg 21 – 17) Die Vorbereitungen für die Gala am 8. Juni 2017 zur Vergabe der „dfg Awards® 2017“ laufen auf Hochtouren. Die Repräsentanten der 23 Nominees in den fünf Kategorien fiebern den Ergebnissen entgegen: Wer trägt in diesem Jahr in seiner Kategorie den Branchenpreis des Gesundheitswesens nach Hause? Seit dem 17. Mai 2017 stehen die Gewinner fest, doch erst bei der Gala im Grand Elysée Hotel in Hamburg übergibt der beauftragte Notar die versiegelten Umschläge mit den Namen den jeweiligen Laudatoren. Nur diese sind berechtigt die Umschläge vor den Teilnehmern zu öffnen. Getreu nach dem Motto: „… and the Winner is!“. Die Gala selbst verspricht eine faszinierende Veranstaltung zu werden, da die Organisatoren mit einigen Novitäten aufwarten wollen.

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Morbi-RSA: Wie wäre es mit einem (länderübergreifenden) Ballungsraumausgleich !?

(dfg 21 – 17) Beim Geld hört bekanntlich jede Freundschaft auf. Dieser Satz bleibt im bundesdeutschen Gesundheitswesen aktuell, zumindest wenn eine dreistellige Milliarden-€-Summe verteilt werden muß. Die Akteure sinnen schon berufsbedingt darauf, ihr Stück am „Kuchen“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ständig zu vergrößern. Das ist legitim, führt aber zu Verwerfungen, Diskussionen und Streitereien, die es in sich haben. Das gilt im Besonderen auch für den Gesundheitsfonds und dessen Zuweisungen. Hat man einmal erkannt, wie man die „Stellschrauben“ des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) geschickt ausnutzen kann, dann regnet es buchstäblich „Manna“. Sehr zum Verdruß der finanziell weniger gut versorgten Markt-Beteiligten. Der Morbi-RSA soll (noch) gerechter werden. Mit Spannung wartet man daher auf das Gutachten des beim Bonner Bundesversicherungsamt (BVA) angesiedelten neunköpfigen „Beirates“, das irgendwann im Herbst 2017 präsentiert werden soll. Bis dahin überschütten die GKV-Granden und andere Entscheidungsträger die Öffentlichkeit mit immer neuen, mehr oder minder exzellenten Vorschlägen, Statistiken oder Gutachten. Aus der Flut der Papiere ragt ein Vorschlag hervor, der fast alle zufrieden stellen könnte. Nennen wir ihn einfach mal „(länderübergreifender) Ballungsraumausgleich“.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Parteiprogramme (Teil VI): „Lieferung“ von Allgemeinplätzchen endet im SPD-Chaos

(dfg 21 – 17) Schon am 23. Februar 2017 merkte die dfg-Redaktion zu Beginn des Hypes um den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz (61) an, daß der ehemalige EU-Parlamentspräsident inhaltlich wenig zu bieten hätte (vgl. dfg 8 – 17, S 2f.). Dabei hätte er die Chance, angesichts der Untiefen des bundesdeutschen Gesundheitswesens, in diesem Feld gewinnträchtige Akzente zu setzen. Doch nicht nur die erwarteten Akzente blieben in den darauf folgenden drei Monaten aus. Schulz begnügte sich damit, sich in verschiedener Form für „mehr Gerechtigkeit“ einzusetzen. Er und seine Parteigranden blieben programmatisch weiterhin blaß. Drei verlorene Landtagswahlen später sieht sich die Sozialdemokratie nicht nur von den bundesdeutschen Medien mehr und mehr gezwungen, zu „liefern“. Doch der versprochene „große Wurf“ geriet zum Präsentations-Wirrwarr, en-dete in einem leichten Chaos. Am 15. Mai 2017 sickerte ein 67 Seiten umfassender „Entwurf des Leitantrags der Programmkommission für das Regierungsprogramm 2017“ an die Öffentlichkeit durch, den eigentlich der kommende a.o. Parteitag am 25. Juni 2017 abnicken soll. Gezielt vom Willy-Brand-Haus gesteuert, um der SPD etwas Aufwind zu verschaffen und die drei Wahl Debakel vergessen zu lassen. Am 22. Mai 2017 wollte der Parteivorstand das Papier absegnen, kurzfristig lud man die Journaille ein – und wenig später wieder aus. Um dann doch noch eine Vorstellung des Bekannten zu wagen. Denn vollständig ist der Entwurf der Schulz-Mannen immer noch nicht, wichtige Passagen zu den Bereichen Rente und Steuern fehlen noch. Das „Management“ einer kommenden Kanzlerpartei stellt man sich anders vor.

Gemeinsame Selbstverwaltung:
Diskussion über die künftige Führung des G-BA nimmt peinliche Züge an

(dfg 21 – 17) Die Personaldebatte um die Neubesetzung des Führungstrios des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat nicht nur die Berliner Gesundheitspolitik erreicht (vgl. zuletzt dfg 20 – 17, S. 5f.). Sie nähert sich langsam dem Status einer peinlichen „Posse“. Je nach Blickwinkel und berufspolitischem Standort kristallisieren sich Kritiker und Befürworter heraus, die das bekannt gewordene „Tableau“ in Gänze oder teilweise ablehnen. Es hat den Anschein als müsse man in der Berliner Friedrichstraße und im Reichstag entscheiden, wie sich die Gemeinsame Selbstverwaltung aus dem selbst angerichteten Dilemma wieder herauswinden kann. Außerdem nutzen kritische Entscheidungsträger die Diskussionen, um andere Repräsentanten im Gesundheitswesen zur Disposition zu stellen.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Aufsichtendebatte: Wenn 50 Beamte tagen … und sie angeheizt wird

(dfg 21 – 17) Zur 90. Arbeitstagung der Aufsichtsbehörden der Sozialversicherungsträger versammelte sich am 10. und 11. Mai 2017 in Berlin eine gute halbe Beamten-Hundertschaft. Die 50er-Riege wickelte laut dem der dfg-Redaktion vorliegenden Protokoll genau 38 Tagesordnungspunkte ab. Über die Qualität der Debatten und Beschlüsse läßt sich sicherlich gut streiten. Vor allem dann, wenn man weiß, welche Landesaufsichten aktuell nur noch Kassen(zahn-)ärztliche Vereinigungen „betreuen“, d.h. frei von Aufsichts-Aufgaben von Sozialversicherungen sind. Bemerkenswert: Die Runde ließ ein Referat eines hochrangigen Vertreters der AOK-Bundesverband GbR zu – andere Gäste aus dem Gesundheitswesen kamen laut Protokoll nicht zu Wort und konnten daher ihre Interessen nicht vertreten. Angesichts der vielfach kritisierten „Freundlichkeit“ gerade von Landesbehörden gegenüber dem „grünen Lager“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt dieser Vorgang zu denken. Und dürfte der bereits angeheizten Diskussion über die Strukturen der Aufsichten im Bund und in den Ländern weiteren Auftrieb verleihen, die aktuell von einem Gutachten im Auftrag der DAK-Gesundheit der Proff. Dres. Eberhard Wille (75) und Gregor Thüsing (46) neue Nahrung erhielt und dessen Kurzfassung als Ausgabe 5 – 17 der „BzG - Beiträge zur Gesell-schaftspolitik“ dieser dfg-Ausgabe als Supplement beiliegt.

Personalia / Berliner Szene:

1. IKKen bestätigen ihren Vereins-Geschäftsführer
2. KV Berlin: Vorstand wieder komplett
3. VDGH setzt auf Kontinuität
4. Deutsche Aktuarvereinigung wählt Debeka-Vorstand zum Vorsitzenden

Einladung zum 9. A+S-Netzwerkertreffen im „Haifischbecken Gesundheitswesen“

Nur wenige andere Bereiche in der deutschen Wirtschaft erfordern ein solch großes Spezialwissen wie das deutsche Gesundheitswesen. Täglich werden Entscheidungen durch gesetzlich definierte Sperren blockiert, ist kaum noch ein Blick über den eigenen Tellerrand möglich. Die Auswirkungen sind bekannt: Man schmort im eigenen Saft. Wer sich in einem fachlichen Netzwerk befindet, versteht mehr, kann optimal entscheiden.

Nach den positiven Resonanzen auf die ersten acht Meetings wollen wir zusammen das bestehende Netzwerk aus interessanten Persönlichkeiten weiter vergrößern und etablieren. Dazu haben wir uns der Hilfe des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes "A+S aktuell - Ambulant und Stationär aktuell" versichert. Für den 9. Workshop am 07. und 08. Juni 2017 zieht es uns nach Hamburg in die Räumlichkeiten des Grand-Elysée Hotels. Das Thema: „Digitalisierung im Gesundheitswesen – Aufbruch ins Neuland?“

Wir werden gemeinsam konkrete Probleme thematisieren und innovative wie interdisziplinäre Konzepte für das deutsche Gesundheitswesen erarbeiten. Insbesondere werden wir die Digitalisierung im Gesundheits-wesen im Spannungsfeld zwischen Politik, Verbänden, Industrie und Patienten beleuchten. Am Mittwochabend wird bei einem gemeinsamen Abendessen der Nachwuchskräfte die Möglichkeit bestehen, Kontakte zu knüpfen und anschließend das Hamburger Nachtleben zu erkunden.

Verlagsmitteilung:

Dieser dfg-Ausgabe liegt als Supplement die Ausgabe Nr. 5 - 17 der „BzG – Beiträge zur Gesellschaftspolitik“ bei mit der Zusammenfassung einer gutachterlichen Stellungnahme der Proff. Dres. Eberhard Wille und Gregor Thüsingfür die DAK-Gesundheit unter dem Titel: „Fairer Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung – Wege zur Steigerung von Wettbewerbsneutralität und Effizienz in der Kassenaufsicht“.Verlag und dfg-Redaktion bitten um Beachtung.

 

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