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dfg - Ausgabe 37 - 18

Hersteller MC.B Verlag GmbH

Artikel-Nr.: SW10433

 

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Produktinformationen "dfg - Ausgabe 37 - 18"

Kurz vor Redaktionsschluß:
„Vivy“ wird bereits gelauncht und „rockt“ damit die eHealth-Branche

(dfg 37 – 18) Während die einen über Standards palavern, Ausschreibungen initiieren sowie Resolutionen an die Politik absetzen und die anderen immer noch im stillen Kämmerlein an ihren Lösungen für ePatientenakten (ePA) oder eGesundheitsakten (eGA) doktern, schafft das „Vivy“-Konsortium Fakten. Ab dem 17. September 2018 sollen Versicherte von zunächst fünfzehn Kassen aus drei Kassenarten und PKV-Unternehmen auf die „Vivy“-Lösung einer eGA aktiv zugreifen kön-nen. Das erfuhr die dfg-Redaktion aus beteiligten Kreisen. Eine aktive Demonstration soll sogar an diesem Tag über die Sozialen Medien erlebbar sein. Schneller als erwartet zeigen damit die Körperschaften der Essener BITMARCK Holding GmbH sowie Teile der PKV, wozu unternehmerisches Handeln heute in Deutschland noch in der Lage ist. Das ewige Warten auf „Ergebnisse“ der Berliner gematik GmbH der Gemeinsamen Selbstverwaltung kann man sich wohl so ersparen. Nicht nur im Bundesgesundheitsministerium (BMG) dürfte man daher die weitere Entwicklung mit Spannung beobachten.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Spahn tritt gekonnt Debatten „Pro Organspende“ los

(dfg 37 – 18) Deutschland diskutiert dank CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB (38) wieder über Organspenden. Seit dem 31. August 2018 häufen sich die Meldungen. An diesem Tag versandte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Referentenentwurf eines „Gesetzes für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende“ (GZSO). Auf 48 Seiten will man dezidiert den Prozeß rund um die Entnahme und Einpflanzung von Organen neu regeln. Doch erst am 3. September 2018 ließ der Ressortchef via „BILD“-Interview außerordentlich geschickt die eigentliche Katze aus dem PR-Sack. Er sprach sich quasi als Privatmann für die so genannte „Widerspruchslösung“ aus, mit der die Bundesbürger konkret in der Zukunft einer Entnahme ihrer Organe Einhalt gebieten sollen. "Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden", sagte der CDU-Politiker dem Blatt und verwies auf die Erfahrungen in anderen Ländern. Er dürfte sich in dieser Hinsicht inhaltlich mit CDU-Bundeskanzlerin Dr. rer. nat. Angela Merkel MdB (64) abgestimmt haben. Doch nicht nur Spahn dürfte eine entsprechende Abstimmung im Bundestag allein schon aus ethischen Gründen ohne Fraktionszwang „freigeben“ wollen. Zu groß sind in einigen Fraktionen die Meinungsunterschiede. Und im GZSO-Entwurf findet man zur Widerspruchslösung nichts. Aber: Seither diskutieren nicht nur Fachkreise wieder über die Regularien der Organspende. Was auch bitter nötig sein dürfte. Denn einen Tag später, am 4. September 2018, erhellte eine Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Essen, warum nicht nur die Organspende-Strukturen in Deutschland geändert werden müssen, sondern auch die „Denke“ bei den Akteuren wie in der Gesellschaft.

Gesetzliche Sozialversicherung:
Rechengrößen 2019: Das BMAuS rundete wieder einmal kräftig auf

(dfg 37 – 18) Das Bundesarbeitsministerium (BMAuS) legte der Öffentlichkeit bereits am 6. September 2017 den Entwurf für die „Verordnung über die „maßgebenden Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2019“ vor. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesregierung wie des Bundesrates treten diese zum 1. Januar 2019 in Kraft. Der der dfg-Redaktion vorliegende Referentenentwurf aus dem Ressort von SPD-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil MdB (45) paßt die im nächsten Jahr gültigen Werte an die Einkommensentwicklung 2017 an. Für die PKV-Unternehmen dürften die erfolgten Erhöhungen der Rechengrößen ein weiteres Rekrutierungserschwernis darstellen. Denn die BMAuS-Beamten rundeten die Rechenwerte ordentlich auf und hoben damit die Werte dank der boomenden Wirtschaftsentwicklung und der sich daraus ergebenden Lohnzuwachsraten wieder einmal ordentlich an.

Gesetzliche Krankenversicherung / eHealth:
ePA: Auch Softwareschmieden wollen beim „Goldenen Kalb“ mitmischen

(dfg 37 – 18) Der Tanz um das „Goldene Kalb“ der elektronischen Gesundheits- oder Patientenakten (eGA/ePA) hat längst begonnen. Nicht nur die Vertragsärzteschaft möchte die Hoheit über die Daten behalten und hält von Patientenrechten weniger viel. Der Verwaltungsrat des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) favorisierte am 31. August 2018 hingegen Normen, die „ausschließlich“ den Kassen das Recht einräumen, den Versicherten ePAen anzubieten (vgl. dfg 36 – 18, S. 6ff.). Dagegen machte am 7. September 2018 der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) Front. Er möchte nicht nur aus wettbewerblichen Gründen „pro Industrie“ alle auf dem Markt befindlichen Akten-Lösungen in Patientenhände legen. Allerdings sollen die im Markt zugänglichen Akten internationale Standards berücksichtigen.

Betriebskrankenkassen:
GKV-Fusionsautobahn: Weitere Traditionskasse sucht Unterschlupf

(dfg 37 – 18) Auch wenn Vorstände und Selbstverwalter ständig „im Gespräch“ sind, so richtig viel los ist auf der Fusionsautobahn der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht. Not leiden nur wenige und daher sind nur freiwillige oder vom Bundesversicherungsamt (BVA) „angeregte“ Zusammenschlüsse an der Tagesordnung. Zu den letzteren dürfte wohl die am 24. Juli 2018 bekannt gewordene Fusion der Metzinger BKK mit ihrer Verwaltungsmutter-BKK der Ludwigsburger mhplus BKK, gehören (vgl. dfg 31 – 18, S. 8f.). Jetzt allerdings zeichnet sich ein weiteres Zusammengehen von zwei Betriebskrankenkassen (BKKen) ab, wie die dfg-Redaktion erfuhr.

Personalia / Berliner Szene:

1. Landesapothekerkammern: Berufspolitische Wachwechsel stehen an
2. „f&w“ erhält neuen Chefredakteur
3. Bei MATERNUS übernimmt die Eigner-Familie das Regiment
4. DAVASO baut Geschäftsführung aus
5. Prof. Dr. rer. pol. Michael Philippi (1957 – 2018)

Einladung zum 12. A+S-Netzwerktreffen im „Haifischbecken Gesundheitswesen“

(dfg 37 – 18) Nur wenige andere Bereiche in der deutschen Wirtschaft erfordern ein solch großes Spezialwissen wie das deutsche Gesundheitswesen. Täglich werden Entscheidungen durch gesetzlich definierte Sperren blockiert, ist kaum noch ein Blick über den eigenen Tellerrand möglich. Die Auswirkungen sind bekannt: Man schmort im eigenen Saft. Wer sich in einem fachlichen Netzwerk befindet, versteht mehr, kann optimal entscheiden. Nach den positiven Resonanzen auf die ersten elf Meetings wollen wir zusammen das bestehende Netzwerk aus interessanten Persönlichkeiten weiter vergrößern und etablieren. Dazu haben wir uns der Hilfe des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes "A+S aktuell - Ambulant und Stationär aktuell" versichert.

 

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